Tribunal administratif fédéral
Tribunale amministrativo federale
Tribunal administrativ federal
Abteilung V
E-6552/2019
Urteil vom 16. Dezember 2021
Richterin Gabriela Freihofer (Vorsitz),
Richter Lorenz Noli,
Besetzung
Richter William Waeber ,
Gerichtsschreiberin Linda Mombelli-Härter.
A._______, geboren am (...),
Eritrea,
Parteien vertreten durch MLaw Roman Schuler, Rechtsanwalt,
(...),
Beschwerdeführer,
gegen
Staatssekretariat für Migration (SEM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.
Asyl und Wegweisung;
Gegenstand
Verfügung des SEM vom 5. November 2019 / N (...).
Sachverhalt:
A.
A.a Der Beschwerdeführer verliess seinen Heimatstaat gemäss eigenen Angaben Ende 2015. Am 31. Januar 2017 reiste er in die Schweiz ein und suchte am darauffolgenden Tag um Asyl nach. Am 8. Februar 2017 wurde er zur Person befragt (BzP). Das vorerst eingeleitete Dublin-Verfahren wurde am 5. April 2017 beendet. Sodann hörte die Vorinstanz den Beschwerdeführer am 13. Februar 2018 einlässlich zu seinen Asylgründen an.
A.b Die Ehefrau und die drei Kinder des Beschwerdeführers reichten bereits am 17. Oktober 2011 ein Asylgesuch in der Schweiz ein (N [...]). Am 11. Februar 2014 wurde dieses von der Vorinstanz abgelehnt. Aufgrund subjektiver Nachfluchtgründe wurde ihnen die Flüchtlingseigenschaft jedoch gewährt und eine vorläufige Aufnahme wegen Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs verfügt.
A.c Zum Zeitpunkt der Einreise des Beschwerdeführers verfügte er über ein (...) Visum. Zu diesem Umstand sowie zur Tatsache, dass seine Familie bereits in der Schweiz lebte, wurde dem Beschwerdeführer von der Vorinstanz mit Schreiben vom 2. März 2017 das rechtliche Gehör gewährt.
B.
Zur Begründung des Asylgesuchs machte der Beschwerdeführer geltend, er sei in B._______, Eritrea, aufgewachsen. Dort sowie in C._______ habe er die Schule bis zur elften Klasse besucht. Er habe während der Jahre (...) bis 2011 in Saudi-Arabien gelebt und gearbeitet ([...] Manager, Bereich [...]), wo er im Jahr (...) seine Ehefrau geheiratet habe. Auch die (...) gemeinsamen Kinder seien dort zur Welt gekommen. Er sei seit Geburt beziehungsweise seit dem Jahr (...) Angehöriger der Pfingstgemeinde. Im Jahr 2010 oder 2011 sei er von den saudischen Behörden festgenommen worden, unter dem Vorwurf, den christlichen Glauben in Saudi-Arabien verbreiten zu wollen. Nach drei Monaten Haft sei er mit seiner Familie nach Eritrea ausgeschafft worden. Die eritreischen Behörden seien über seine Glaubenszugehörigkeit in Kenntnis gesetzt worden. Er habe am Flughafen angegeben, welcher Konfession er angehöre. Zwei Wochen nach seiner Einreise habe er eine behördliche Vorladung erhalten, welcher er nachgekommen sei. In der Folge sei er für ungefähr zwei Jahre und vier Monate inhaftiert worden. Mitte 2014 habe man ihn aus der Haft entlassen. Danach habe er keinen Kontakt mehr zu den Behörden gehabt respektive er habe sich alle sechs Monate melden müssen. Nach seiner Entlassung habe er von der Schwester seiner Frau erfahren, dass diese mit den gemeinsamen Kindern aus Eritrea ausgereist sei. Zunächst habe er sich in C._______ aufgehalten, habe sich dort aber beobachtet gefühlt. Nach vier Monaten sei er aufs Land zu seinen Eltern gezogen. Er habe während rund zwei Jahren bei seinen Eltern gelebt und sich seinem Glauben gewidmet. Er habe regelmässig zwei Glaubensbrüder getroffen. Nachdem einer dieser Brüder verhaftet worden sei, sei er im November 2015 mit dem anderen Glaubensbruder in den Sudan ausgereist. Dort habe er den Kontakt zu seiner Ehefrau in der Schweiz wiederhergestellt sowie seinen früheren Arbeitgeber in Saudi-Arabien kontaktiert. Über diesen habe er ein Arbeitsvisum erhalten und wieder in Saudi-Arabien arbeiten können. Im Dezember 2016 sei er mit dem Sohn des Arbeitsgebers nach Frankreich gereist. Von dort aus sei er zu seiner Familie in die Schweiz aufgebrochen (sein Arbeitgeber habe nicht gewusst, dass er Familie habe). Sein Handy habe er in Frankreich verloren beziehungsweise es dort vergessen, weshalb er seine Familie nicht habe kontaktieren und über sein Kommen informieren können. Er beantrage in der Schweiz Asyl, weil er seinen Glauben im Heimatstaat nicht frei ausleben könne und er deswegen verfolgt worden sei beziehungsweise werden würde.
Als Nachweis seiner Identität gab der Beschwerdeführer seine eritreische Identitätskarte zu den Akten.
C.
Zur Abklärung seiner Familienverhältnisse wurde dem Beschwerdeführer mehrfach das rechtliche Gehör gewährt. Dieser nahm mit Schreiben vom 24. Juli, 12. September und 7. Oktober 2019 Stellung. Ferner reichte er mit der letztgenannten Eingabe sowie einer weiteren Eingabe vom 23. Oktober 2019 ein Schreiben eines Freundes vom 25. September 2019 sowie je ein Schreiben seiner Söhne (ohne Datum) ein.
D.
Mit Verfügung vom 5. November 2019 stellte das SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte sein Asylgesuch ab, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Wegweisungsvollzug an.
E.
Mit Eingabe vom 6. Dezember 2019 erhob der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter gegen diese Verfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte, die Verfügung der Vorinstanz sei vollumfänglich aufzuheben; es sei die Sache zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung sowie zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen; eventualiter sei seine Flüchtlingseigenschaft festzustellen und die Vorinstanz anzuweisen, ihm Asyl zu gewähren; subeventualiter sei die Vor-instanz anzuweisen, die vorläufige Aufnahme anzuordnen. Ferner sei ihm die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten.
Mit der Beschwerde wurden eine Auflistung der Treffen des Beschwerdeführers mit seiner Familie im November 2019, mehrere Tickets des öffentlichen Verkehrs (ÖV), ein Bestätigungsschreiben der «D._______» vom 12. November 2019, ein Bericht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) vom 9. Februar 2011, ein Arztbericht vom 20. Oktober 2018 sowie eine Fürsorgebestätigung vom 3. Dezember 2019 eingereicht.
F.
Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 18. Dezember 2019 wurde auf die Erhebung eines Kostenvorschusses einstweilen verzichtet und festgehalten, über die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung werde zu einem späteren Zeitpunkt befunden. Ferner wurde die Vorinstanz zur Einreichung einer Vernehmlassung eingeladen.
G.
Nach gewährter Fristerstreckung reichte die Vorinstanz eine Vernehmlassung vom 10. Januar 2020 ein, in der sie, unter weiteren Ausführungen, an den bisherigen Erwägungen festhielt.
H.
Mit Instruktionsverfügung vom 15. Januar 2020 wurde dem Beschwerdeführer die Vernehmlassung zugestellt. Ferner wurde ihm Gelegenheit eingeräumt, innert Frist eine Replik einzureichen.
I.
Innert erstreckter Frist gab der Beschwerdeführer eine Replik vom 12. Februar 2020 ein, unter der Beilage von vier Fotoausdrucken von zwei Treffen mit seinen Kindern am 2. und 7. Februar 2020, von Kopien von ÖV Tickets sowie von acht Fragen des Beschwerdeführers mit entsprechenden Antworten seiner Kinder. Ferner reichte der Rechtsvertreter eine Kostennote vom 12. Februar 2020 zu den Akten.
J.
Mit Eingabe vom 26. Oktober 2020 wurden - unter zusätzlichen Angaben - ein weiteres Schreiben der «D._______» vom 15. Oktober 2020, ein Fotoausdruck des Beschwerdeführers bei D._______ am 3. Oktober 2020, drei Fotoausdrucke von zwei Treffen mit den Kindern vom 6. und 16. Oktober 2020 sowie eine aktualisierte Kostennote vom 26. Oktober 2020 nachgereicht.
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31

SR 173.32 Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG) - Verwaltungsgerichtsgesetz VGG Art. 31 Grundsatz - Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen Verfügungen nach Artikel 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 196819 über das Verwaltungsverfahren (VwVG). |

SR 172.021 Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG) - Verwaltungsverfahrensgesetz VwVG Art. 5 - 1 Als Verfügungen gelten Anordnungen der Behörden im Einzelfall, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen und zum Gegenstand haben: |
|
1 | Als Verfügungen gelten Anordnungen der Behörden im Einzelfall, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen und zum Gegenstand haben: |
a | Begründung, Änderung oder Aufhebung von Rechten oder Pflichten; |
b | Feststellung des Bestehens, Nichtbestehens oder Umfanges von Rechten oder Pflichten; |
c | Abweisung von Begehren auf Begründung, Änderung, Aufhebung oder Feststellung von Rechten oder Pflichten oder Nichteintreten auf solche Begehren. |
2 | Als Verfügungen gelten auch Vollstreckungsverfügungen (Art. 41 Abs. 1 Bst. a und b), Zwischenverfügungen (Art. 45 und 46), Einspracheentscheide (Art. 30 Abs. 2 Bst. b und 74), Beschwerdeentscheide (Art. 61), Entscheide im Rahmen einer Revision (Art. 68) und die Erläuterung (Art. 69).25 |
3 | Erklärungen von Behörden über Ablehnung oder Erhebung von Ansprüchen, die auf dem Klageweg zu verfolgen sind, gelten nicht als Verfügungen. |

SR 173.110 Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG) - Bundesgerichtsgesetz BGG Art. 83 Ausnahmen - Die Beschwerde ist unzulässig gegen: |
|
a | Entscheide auf dem Gebiet der inneren oder äusseren Sicherheit des Landes, der Neutralität, des diplomatischen Schutzes und der übrigen auswärtigen Angelegenheiten, soweit das Völkerrecht nicht einen Anspruch auf gerichtliche Beurteilung einräumt; |
b | Entscheide über die ordentliche Einbürgerung; |
c | Entscheide auf dem Gebiet des Ausländerrechts betreffend: |
c1 | die Einreise, |
c2 | Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumt, |
c3 | die vorläufige Aufnahme, |
c4 | die Ausweisung gestützt auf Artikel 121 Absatz 2 der Bundesverfassung und die Wegweisung, |
c5 | Abweichungen von den Zulassungsvoraussetzungen, |
c6 | die Verlängerung der Grenzgängerbewilligung, den Kantonswechsel, den Stellenwechsel von Personen mit Grenzgängerbewilligung sowie die Erteilung von Reisepapieren an schriftenlose Ausländerinnen und Ausländer; |
d | Entscheide auf dem Gebiet des Asyls, die: |
d1 | vom Bundesverwaltungsgericht getroffen worden sind, ausser sie betreffen Personen, gegen die ein Auslieferungsersuchen des Staates vorliegt, vor welchem sie Schutz suchen, |
d2 | von einer kantonalen Vorinstanz getroffen worden sind und eine Bewilligung betreffen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumt; |
e | Entscheide über die Verweigerung der Ermächtigung zur Strafverfolgung von Behördenmitgliedern oder von Bundespersonal; |
f | Entscheide auf dem Gebiet der öffentlichen Beschaffungen, wenn: |
fbis | Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts über Verfügungen nach Artikel 32i des Personenbeförderungsgesetzes vom 20. März 200964; |
f1 | sich keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt; vorbehalten bleiben Beschwerden gegen Beschaffungen des Bundesverwaltungsgerichts, des Bundesstrafgerichts, des Bundespatentgerichts, der Bundesanwaltschaft sowie der oberen kantonalen Gerichtsinstanzen, oder |
f2 | der geschätzte Wert des zu vergebenden Auftrags den massgebenden Schwellenwert nach Artikel 52 Absatz 1 in Verbindung mit Anhang 4 Ziffer 2 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 201962 über das öffentliche Beschaffungswesen nicht erreicht; |
g | Entscheide auf dem Gebiet der öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnisse, wenn sie eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit, nicht aber die Gleichstellung der Geschlechter betreffen; |
h | Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe, mit Ausnahme der Amtshilfe in Steuersachen; |
i | Entscheide auf dem Gebiet des Militär-, Zivil- und Zivilschutzdienstes; |
j | Entscheide auf dem Gebiet der wirtschaftlichen Landesversorgung, die bei schweren Mangellagen getroffen worden sind; |
k | Entscheide betreffend Subventionen, auf die kein Anspruch besteht; |
l | Entscheide über die Zollveranlagung, wenn diese auf Grund der Tarifierung oder des Gewichts der Ware erfolgt; |
m | Entscheide über die Stundung oder den Erlass von Abgaben; in Abweichung davon ist die Beschwerde zulässig gegen Entscheide über den Erlass der direkten Bundessteuer oder der kantonalen oder kommunalen Einkommens- und Gewinnsteuer, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt oder es sich aus anderen Gründen um einen besonders bedeutenden Fall handelt; |
n | Entscheide auf dem Gebiet der Kernenergie betreffend: |
n1 | das Erfordernis einer Freigabe oder der Änderung einer Bewilligung oder Verfügung, |
n2 | die Genehmigung eines Plans für Rückstellungen für die vor Ausserbetriebnahme einer Kernanlage anfallenden Entsorgungskosten, |
n3 | Freigaben; |
o | Entscheide über die Typengenehmigung von Fahrzeugen auf dem Gebiet des Strassenverkehrs; |
p | Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet des Fernmeldeverkehrs, des Radios und des Fernsehens sowie der Post betreffend:69 |
p1 | Konzessionen, die Gegenstand einer öffentlichen Ausschreibung waren, |
p2 | Streitigkeiten nach Artikel 11a des Fernmeldegesetzes vom 30. April 199770, |
p3 | Streitigkeiten nach Artikel 8 des Postgesetzes vom 17. Dezember 201072; |
q | Entscheide auf dem Gebiet der Transplantationsmedizin betreffend: |
q1 | die Aufnahme in die Warteliste, |
q2 | die Zuteilung von Organen; |
r | Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, die das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Artikel 3473 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 200574 (VGG) getroffen hat; |
s | Entscheide auf dem Gebiet der Landwirtschaft betreffend: |
s1 | ... |
s2 | die Abgrenzung der Zonen im Rahmen des Produktionskatasters; |
t | Entscheide über das Ergebnis von Prüfungen und anderen Fähigkeitsbewertungen, namentlich auf den Gebieten der Schule, der Weiterbildung und der Berufsausübung; |
u | Entscheide auf dem Gebiet der öffentlichen Kaufangebote (Art. 125-141 des Finanzmarktinfrastrukturgesetzes vom 19. Juni 201577); |
v | Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts über Meinungsverschiedenheiten zwischen Behörden in der innerstaatlichen Amts- und Rechtshilfe; |
w | Entscheide auf dem Gebiet des Elektrizitätsrechts betreffend die Plangenehmigung von Starkstromanlagen und Schwachstromanlagen und die Entscheide auf diesem Gebiet betreffend Enteignung der für den Bau oder Betrieb solcher Anlagen notwendigen Rechte, wenn sich keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt; |
x | Entscheide betreffend die Gewährung von Solidaritätsbeiträgen nach dem Bundesgesetz vom 30. September 201681 über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981, ausser wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt oder aus anderen Gründen ein besonders bedeutender Fall vorliegt; |
y | Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts in Verständigungsverfahren zur Vermeidung einer den anwendbaren internationalen Abkommen im Steuerbereich nicht entsprechenden Besteuerung; |
z | Entscheide betreffend die in Artikel 71c Absatz 1 Buchstabe b des Energiegesetzes vom 30. September 201684 genannten Baubewilligungen und notwendigerweise damit zusammenhängenden in der Kompetenz der Kantone liegenden Bewilligungen für Windenergieanlagen von nationalem Interesse, wenn sich keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. |

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 105 Beschwerde gegen Verfügungen des SEM - Gegen Verfügungen des SEM kann nach Massgabe des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005367 Beschwerde geführt werden. |

SR 173.32 Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG) - Verwaltungsgerichtsgesetz VGG Art. 37 Grundsatz - Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG56, soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt. |

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 6 Verfahrensgrundsätze - Verfahren richten sich nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz vom 20. Dezember 196810 (VwVG), dem Verwaltungsgerichtsgesetz vom 17. Juni 200511 und dem Bundesgerichtsgesetz vom 17. Juni 200512, soweit das vorliegende Gesetz nichts anderes bestimmt. |
1.2 Am 1. März 2019 ist eine Teilrevision des AsylG in Kraft getreten (AS 2016 3101); für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 25. September 2015).
1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 105 Beschwerde gegen Verfügungen des SEM - Gegen Verfügungen des SEM kann nach Massgabe des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005367 Beschwerde geführt werden. |

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 108 Beschwerdefristen - 1 Im beschleunigten Verfahren ist die Beschwerde gegen einen Entscheid nach Artikel 31a Absatz 4 innerhalb von sieben Arbeitstagen, gegen Zwischenverfügungen innerhalb von fünf Tagen seit Eröffnung der Verfügung einzureichen. |
|
1 | Im beschleunigten Verfahren ist die Beschwerde gegen einen Entscheid nach Artikel 31a Absatz 4 innerhalb von sieben Arbeitstagen, gegen Zwischenverfügungen innerhalb von fünf Tagen seit Eröffnung der Verfügung einzureichen. |
2 | Im erweiterten Verfahren ist die Beschwerde gegen einen Entscheid nach Artikel 31a Absatz 4 innerhalb von 30 Tagen, bei Zwischenverfügungen innerhalb von zehn Tagen seit Eröffnung der Verfügung einzureichen. |
3 | Die Beschwerde gegen Nichteintretensentscheide sowie gegen Entscheide nach Artikel 23 Absatz 1 und Artikel 40 in Verbindung mit Artikel 6a Absatz 2 Buchstabe a ist innerhalb von fünf Arbeitstagen seit Eröffnung der Verfügung einzureichen. |
4 | Die Verweigerung der Einreise nach Artikel 22 Absatz 2 kann bis zum Zeitpunkt der Eröffnung einer Verfügung nach Artikel 23 Absatz 1 angefochten werden. |
5 | Die Überprüfung der Rechtmässigkeit und der Angemessenheit der Zuweisung eines Aufenthaltsortes am Flughafen oder an einem anderen geeigneten Ort nach Artikel 22 Absätze 3 und 4 kann jederzeit mittels Beschwerde beantragt werden. |
6 | In den übrigen Fällen beträgt die Beschwerdefrist 30 Tage seit Eröffnung der Verfügung. |
7 | Per Telefax übermittelte Rechtsschriften gelten als rechtsgültig eingereicht, wenn sie innert Frist beim Bundesverwaltungsgericht eintreffen und mittels Nachreichung des unterschriebenen Originals nach den Regeln gemäss Artikel 52 Absätze 2 und 3 VwVG375 verbessert werden. |

SR 172.021 Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG) - Verwaltungsverfahrensgesetz VwVG Art. 48 - 1 Zur Beschwerde ist berechtigt, wer: |
|
1 | Zur Beschwerde ist berechtigt, wer: |
a | vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat; |
b | durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist; und |
c | ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. |
2 | Zur Beschwerde berechtigt sind ferner Personen, Organisationen und Behörden, denen ein anderes Bundesgesetz dieses Recht einräumt. |

SR 172.021 Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG) - Verwaltungsverfahrensgesetz VwVG Art. 52 - 1 Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung der angefochtenen Verfügung und die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit der Beschwerdeführer sie in Händen hat. |
|
1 | Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung der angefochtenen Verfügung und die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit der Beschwerdeführer sie in Händen hat. |
2 | Genügt die Beschwerde diesen Anforderungen nicht oder lassen die Begehren des Beschwerdeführers oder deren Begründung die nötige Klarheit vermissen und stellt sich die Beschwerde nicht als offensichtlich unzulässig heraus, so räumt die Beschwerdeinstanz dem Beschwerdeführer eine kurze Nachfrist zur Verbesserung ein. |
3 | Sie verbindet diese Nachfrist mit der Androhung, nach unbenutztem Fristablauf auf Grund der Akten zu entscheiden oder, wenn Begehren, Begründung oder Unterschrift fehlen, auf die Beschwerde nicht einzutreten. |
2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 106 Beschwerdegründe - 1 Mit der Beschwerde kann gerügt werden: |
|
1 | Mit der Beschwerde kann gerügt werden: |
a | Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Missbrauch und Überschreitung des Ermessens; |
b | unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts; |
c | ... |
2 | Artikel 27 Absatz 3 und Artikel 68 Absatz 2 bleiben vorbehalten. |

SR 172.021 Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG) - Verwaltungsverfahrensgesetz VwVG Art. 49 - Der Beschwerdeführer kann mit der Beschwerde rügen: |
|
a | Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens; |
b | unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes; |
c | Unangemessenheit; die Rüge der Unangemessenheit ist unzulässig, wenn eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat. |
3.
3.1 In der Beschwerde werden formelle Rügen erhoben, welche vorab zu beurteilen sind, da sie allenfalls geeignet wären, eine Kassation der vor-instanzlichen Verfügung zu bewirken.
3.2 Gemäss Art. 29

SR 172.021 Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG) - Verwaltungsverfahrensgesetz VwVG Art. 29 - Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör. |
3.3 Der Beschwerdeführer gibt an, die Vorinstanz begründe die negative Verfügung mit dem Verweis auf angeblich widersprüchliche Aussagen seiner Ehefrau, ohne ihm Einsicht in die Asylakten seiner Frau zu gewähren. Deren Dossier sei beigezogen und zur Begründung des ablehnenden Entscheids verwendet worden. Er müsse Kenntnis vom Asyldossier seiner Frau haben, um ihre Aussagen überprüfen zu können. Sodann sei das SEM dem Antrag auf persönliche Anhörung seiner Kinder nicht nachgekommen, was gegen Art. 12 Abs. 2

IR 0.107 Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes KRK Art. 12 - (1) Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äussern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife. |
3.4 Anlässlich der Vernehmlassung gab die Vorinstanz an, dem Beschwerdeführer sei an der Anhörung das rechtliche Gehör zu den Widersprüchen in seinen Vorbringen gewährt worden (SEM-Akte A28 F160-F173). Ferner bestehe kein genereller Anspruch darauf, dass Kinder als Zeugen im Asylverfahren des eigenen Vaters befragt würden. Dem Beschwerdeführer sei auch hier das rechtliche Gehör gewährt worden, in dem er die Möglichkeit gehabt habe, Briefe seiner Kinder einzureichen. Diese Möglichkeit, sich zu äussern, hätten seine Söhne wahrgenommen. Deren Anliegen seien gehört worden. Die Tochter scheine darauf verzichtet zu haben. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern eine persönliche Befragung der Kinder andere Erkenntnisse als jene in ihren eigenen Schreiben hervorgebracht hätte. Somit liege keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.
3.5 In der Replik erklärt der Beschwerdeführer erneut, ihm seien die widersprüchlichen Aussagen seiner Frau nicht offengelegt worden. Da diese wegen subjektiver Nachfluchtgründe als Flüchtling anerkannt worden sei, müsse er vermuten, dass ein Zusammenhang zu seiner Person vorliege. Da sie verheiratet seien, würden die eritreischen Behörden ihn oder seine Frau bei einer Rückkehr für das Handeln des jeweilig Anderen zur Verantwortung ziehen.
3.6 Hierzu ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer an der Anhörung auf einen Widerspruch in seinen Aussagen und denjenigen seiner Frau beziehungsweise Tochter hingewiesen worden ist. Er ist damit konfrontiert worden und hat die Gelegenheit erhalten, Stellung zu diesem ihm offengelegten Widerspruch zu nehmen, was er auch getan hat (SEM-Akte A28 F166-168). Ihm wurde der Inhalt der konsultierten Akten respektive der Aussagen der Frau sowie der Tochter aufgezeigt und das rechtliche Gehör dazu gewährt. Er konnte sich vor Erlass der vorinstanzlichen Verfügung rechtsgenüglich zu diesem Punkt äussern, ohne dass er um Einsicht in die entsprechenden Passagen der beigezogenen Protokolle ersucht hätte. In der angefochtenen Verfügung hat die Vorinstanz denselben Widerspruch, zu dem sich der Beschwerdeführer bereits geäussert hat, nochmals erwähnt. Es hat keine Auseinandersetzung mit weiteren Vorbringen der Ehefrau stattgefunden. Ferner sind die Kernvorbringen des Beschwerdeführers auch unabhängig von den Aussagen seiner Frau oder Tochter überprüft und als unglaubhaft eingestuft worden. Der Vorinstanz kann somit nicht vorgeworfen werden, dass sie die Asylakten der Ehefrau des Beschwerdeführers, deren Offenlegung im vorinstanzlichen Verfahren nicht beantragt und auch keine Einwilligungserklärung der Ehefrau zur Offenlegung ihres Asyldossiers eingereicht worden ist, nicht von sich aus zur Einsicht angeboten hat. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs seitens der Vorinstanz ist vorliegend nicht zu erblicken. Ein klarer Antrag auf Einsicht in spezifische Akten der Ehefrau, auf einen Beizug dieser Akten im Beschwerdeverfahren respektive eine entsprechende Einwilligungserklärung zur Offenlegung ihres Dossiers liegen im Übrigen auch auf Beschwerdeebene nicht vor. Ferner ist die Beurteilung der Asylvorbringen des Beschwerdeführers ohne Ausführungen von aussenstehenden Personen möglich (vgl. unten).
Des Weiteren hat die Vorinstanz hinsichtlich der beantragten Anhörung der Kinder in der Vernehmlassung zutreffend darauf hingewiesen, dass im vorliegenden Verfahren kein Anspruch auf deren Anhörung bestand und den Kindern die Möglichkeit geboten wurde, ihre Ansicht schriftlich darzulegen. Gemäss Art. 12 Abs. 1

IR 0.107 Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes KRK Art. 12 - (1) Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äussern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife. |

IR 0.107 Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes KRK Art. 12 - (1) Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äussern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife. |

IR 0.107 Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes KRK Art. 12 - (1) Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äussern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife. |
Insgesamt besteht kein Grund, den Entscheid der Vorinstanz aus formellen Gründen aufzuheben und zur Neubeurteilung zurückzuweisen. Das entsprechende Begehren ist abzuweisen.
4.
4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 2 Asyl - 1 Die Schweiz gewährt Flüchtlingen auf Gesuch hin Asyl; massgebend ist dieses Gesetz. |
|
1 | Die Schweiz gewährt Flüchtlingen auf Gesuch hin Asyl; massgebend ist dieses Gesetz. |
2 | Asyl umfasst den Schutz und die Rechtsstellung, die Personen aufgrund ihrer Flüchtlingseigenschaft in der Schweiz gewährt werden. Es schliesst das Recht auf Anwesenheit in der Schweiz ein. |

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 3 Flüchtlingsbegriff - 1 Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. |
|
1 | Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. |
2 | Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen. |
3 | Keine Flüchtlinge sind Personen, die wegen Wehrdienstverweigerung oder Desertion ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Vorbehalten bleibt die Einhaltung des Abkommens vom 28. Juli 19514 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention).5 |
4 | Keine Flüchtlinge sind Personen, die Gründe geltend machen, die wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise entstanden sind und die weder Ausdruck noch Fortsetzung einer bereits im Heimat- oder Herkunftsstaat bestehenden Überzeugung oder Ausrichtung sind. Vorbehalten bleibt die Flüchtlingskonvention vom 28. Juli 1951.6 |

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 3 Flüchtlingsbegriff - 1 Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. |
|
1 | Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. |
2 | Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen. |
3 | Keine Flüchtlinge sind Personen, die wegen Wehrdienstverweigerung oder Desertion ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Vorbehalten bleibt die Einhaltung des Abkommens vom 28. Juli 19514 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention).5 |
4 | Keine Flüchtlinge sind Personen, die Gründe geltend machen, die wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise entstanden sind und die weder Ausdruck noch Fortsetzung einer bereits im Heimat- oder Herkunftsstaat bestehenden Überzeugung oder Ausrichtung sind. Vorbehalten bleibt die Flüchtlingskonvention vom 28. Juli 1951.6 |
4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 7 Nachweis der Flüchtlingseigenschaft - 1 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. |
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1 | Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. |
2 | Glaubhaft gemacht ist die Flüchtlingseigenschaft, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. |
3 | Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden. |
5.
5.1 Die Vorinstanz führte in der angefochtenen Verfügung aus, die geltend gemachten Vorbringen des Beschwerdeführers seien als unglaubhaft beziehungsweise nicht asylrelevant (Art. 7

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 7 Nachweis der Flüchtlingseigenschaft - 1 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. |
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1 | Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. |
2 | Glaubhaft gemacht ist die Flüchtlingseigenschaft, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. |
3 | Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden. |

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 3 Flüchtlingsbegriff - 1 Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. |
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1 | Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. |
2 | Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen. |
3 | Keine Flüchtlinge sind Personen, die wegen Wehrdienstverweigerung oder Desertion ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Vorbehalten bleibt die Einhaltung des Abkommens vom 28. Juli 19514 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention).5 |
4 | Keine Flüchtlinge sind Personen, die Gründe geltend machen, die wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise entstanden sind und die weder Ausdruck noch Fortsetzung einer bereits im Heimat- oder Herkunftsstaat bestehenden Überzeugung oder Ausrichtung sind. Vorbehalten bleibt die Flüchtlingskonvention vom 28. Juli 1951.6 |
5.1.1 Die Vorbringen des Beschwerdeführers würden in zentralen Aspekten zahlreiche unglaubhafte Elemente aufweisen. An der BzP habe er angegeben, er sei von Geburt an Mitglied der Pfingstgemeinde gewesen und seine Familie habe ihm diesen Glauben mitgegeben. An der Anhörung habe er aber gesagt, seine Familie gehöre nicht der Pfingstgemeinde an, ein eritreischer Landsmann habe ihm diesen Glauben nähergebracht. Im Jahr (...) habe er sich der Glaubensrichtung angeschlossen. Auf den Widerspruch angesprochen, sei er ausgewichen (SEM-Akten A6 S. 9, A28 F 29 ff., 52 f., 161 f.). Weiter sei er nicht in der Lage gewesen, konkrete Unterschiede zwischen dem christlich-orthodoxen Glauben und demjenigen der Pfingstgemeinde zu nennen (namentlich zu Festen), obwohl er, gemäss Angaben an der Anhörung, mit christlich-orthodoxen Eltern aufgewachsen sei (SEM-Akte A28 F29 f.). Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb ein Gläubiger nicht wisse, wann und wie er zum Glauben gefunden habe, respektive keine konkreten Aussagen in Bezug auf die beiden Glaubensrichtungen machen könne. Ebenso unglaubhaft sei, wie die eritreischen Behörden von der mutmasslichen Religionszugehörigkeit hätten erfahren sollen. Während der BzP sowie zu Beginn der Anhörung habe der Beschwerdeführer gesagt, die saudischen Behörden hätten die eritreischen Behörden über die Gründe seiner Ausschaffung informiert und Papiere weitergeleitet (SEM-Akten A6 S. 8, A28 F57). Später an der Anhörung habe er angegeben, diese Information in Bezug auf den Glauben habe er selbst den eritreischen Behörden bei der Einreise mitgeteilt, weil seine Religion ihm verbieten würde, zu lügen (SEM-Akte A28 F131 ff.). Weiter sei auch der Zeitpunkt der angeblichen Inhaftierung unglaubhaft. Er selbst habe erklärt, er sei nach Eritrea ausgeschafft worden, sei zusammen mit der Familie zwei Wochen bei der Schwester der Ehefrau gewesen, bevor er eine polizeiliche Vorladung erhalten habe. Seine Frau habe hingegen erwähnt, er sei am Tag nach der Ankunft in Eritrea verschwunden. Die Tochter habe dargelegt, sie habe ihn, den Beschwerdeführer, letztmals am Flughafen in Saudi-Arabien gesehen. Auf diese Ungereimtheiten angesprochen, sei der Beschwerdeführer bei seinen eigenen Schilderungen geblieben und habe erklärt, die Tochter sei jung gewesen und habe womöglich die genauen Umstände vergessen (SEM-Akte A28 F57 f., 134-139, 166-169). Fakt sei aber, dass seine Schilderungen den Ausführungen der Ehefrau und der Tochter widersprechen würden. Weiter seien die relativ kurzen Ausführungen zur vom Beschwerdeführer geltend gemachten Haftzeit unsubstantiiert ausgefallen (SEM-Akte A28 F56 ff.). Beispielsweise falle auf, dass er seine Mitgefangenen nur pauschal habe beschreiben können. Dass jemand nach
angeblich über zwei Jahren Haft seine Mitgefangenen nur stereotypisch darstellen könne und offensichtlich nicht in der Lage sei, diese genauer zu charakterisieren, sei nicht nachvollziehbar und unglaubhaft. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, ein Mitglied der Pfingstgemeinde und deswegen von den eritreischen Behörden verfolgt und inhaftiert worden zu sein, sei somit nicht glaubhaft.
5.1.2 Weiter mache der Beschwerdeführer geltend, die saudischen Behörden hätten ihn aufgrund des christlichen Glaubens inhaftiert und ausgeschafft. Diese mutmasslichen Geschehnisse hätten sich nicht im Heimatstaat zugetragen. Mithin hätte der Beschwerdeführer einem religiösen Konflikt durch eine freiwillige Rückkehr in sein Heimatland entgehen können. Das Vorbringen sei nicht asylrelevant. Es erübrige sich, auf unglaubhafte Elemente dieses Vorbringens einzugehen.
5.1.3 Schliesslich habe der Beschwerdeführer erklärt, Eritrea illegal verlassen zu haben. Da keine weiteren Anknüpfungspunkte, welche ihn in den Augen des eritreischen Regimes als missliebige Person erscheinen lassen könnten, ersichtlich seien, vermöge die illegale Ausreise alleine keine Furcht vor künftiger asylrelevanter Verfolgung zu begründen.
5.2
5.2.1 Hiergegen brachte der Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz habe es unterlassen, ihn zu fragen, welcher Kirche er im Exil beigetreten sei (es sei die E._______). Dies könne ihm nicht vorgehalten werden. Er wäre in der Lage gewesen, detailliert von seinem Glauben und der Ausübung zu berichten. Fälschlicherweise spreche die Vorinstanz auch stets von der Pfingstgemeinde, obwohl bekannt sei, dass es unzählige unterschiedliche Strömungen gebe (mit Verweis auf einen SFH Bericht hierzu). An der BzP sei es bezüglich der Religionszugehörigkeit zu Missverständnissen gekommen, was auch auf die knappe und ungenügende Übersetzung und die fehlenden Kenntnisse des Übersetzers zurückzuführen sei (SEM-Akte A6 S. 3, 9). Er habe seinen christlichen Glauben von seinen Eltern, nicht aber die Glaubensrichtung der Pfingstgemeinde. Zur E._______ sei er erst in Saudi-Arabien gestossen (SEM-Akte A28 F29-35). Sodann sei der Vorwurf, er habe keine konkreten Aussagen zu unterschiedlichen Festen der Glaubensrichtungen machen können, nicht stichhaltig. Es gebe unzählige und für ihn sei entscheidend gewesen, dass diese Feiertage nicht in der Bibel stünden (SEM-Akten A6 S. 9, A28 F98). Es sei auffällig, dass er, der ansonsten eher begriffsstutzig gewesen sei, an der Befragung diesen starken Bibelbezug wiederholt hergestellt habe (SEM-Akte A28 F97). Er habe konkret geschildert, wie er wegen seiner Glaubensausübung aufgefallen sei. Aufgrund seines Glaubens wolle er sich zudem nicht von seiner Ehefrau scheiden lassen (SEM-Akte A28 F85 f., 15). Diese Schilderungen liessen einzig den Schluss zu, dass er seinen Glauben seit dem Jahr (...) praktiziere und die Mitgliedschaft zur Pfingstgemeinde glaubhaft sei. Sodann habe er an der BzP und an der Anhörung angegeben, dass die eritreischen Behörden über die Gründe der Ausschaffung von den saudischen Behörden informiert worden seien (SEM-Akten A6 S. 8, A28 F131). Dass er bei der Einreise nicht gelogen und selbst die Zugehörigkeit zur Pfingstgemeinde angegeben habe, mache keinen Unterschied mehr. Auch hier sei kein Widerspruch gegeben. Weiter habe sich die Vorinstanz in wesentlichen Punkten auf Aussagen der Ehefrau gestützt. Diese Aussagen könne er nicht überprüfen, da kein Einverständnis der Frau vorliege. Allerdings habe er widerspruchsfrei geschildert, dass er ungefähr zwei Wochen nach der Rückschaffung inhaftiert worden sei (SEM-Akten A6 S. 8, A28 F57, F134 ff.). Sodann habe er eine subjektive, mit Realkennzeichen versehene Schilderung seiner Haftzeit vorgenommen, welche die Ungerechtigkeit, die er zu erdulden gehabt habe, verdeutliche (SEM-Akte A28 F58, 151). Dies sei ein Indiz für tatsächlich Erlebtes. Auch habe er die Haftorte und die besonders einprägenden Ereignisse benennen können
(SEM-Akte A28 F58 ff., 139 ff., 153-156). Seine knappen Aussagen seien sodann auf seine fehlenden Ausdrucksmöglichkeiten zurückzuführen. Aufgrund seines Bildungs- und Intelligenzgrades wäre er nicht in der Lage gewesen, eine solche «Geschichte» zu erfinden. Insgesamt habe er die Mehrheit der von der Vorinstanz aufgeführten Ungereimtheiten entkräften und glaubhaft machen können, dass er im Jahr 2011 wegen seiner Zugehörigkeit zu einer verbotenen Kirche für zwei Jahre inhaftiert, gedemütigt und misshandelt worden sei. Mitglieder der E._______ und der Pfingstgemeinde würden in Eritrea verfolgt. Er habe seinem Glauben nicht abgeschworen, obwohl er in der Haft dazu aufgefordert worden sei (SEM-Akte A28 F58), und sei mit einer Meldepflicht entlassen worden. Ferner sei ein Kausalzusammenhang zwischen der Fluchtursache und der Ausreise gegeben. Er habe seinen Glauben nach der Freilassung nicht aufgegeben und sich mit Glaubensbrüdern getroffen. Er habe unter der ständigen Furcht gelebt, erneut inhaftiert zu werden. Deshalb sei ihm nur die illegale Ausreise als Ausweg geblieben (SEM-Akte A28 F70 ff., 101 f.). Bei einer Rückkehr drohe ihm eine Verfolgung aus religiösen Motiven, weshalb er die Flüchtlingseigenschaft erfülle und ihm Asyl zu gewähren sei.
5.2.2 Zumindest sei er aufgrund der illegalen Ausreise und zusätzlicher Anknüpfungspunkte als Flüchtling vorläufig in der Schweiz aufzunehmen. Er sei nach seiner Rücküberstellung nach Eritrea im Visier der eritreischen Behörden gewesen. Diese hätten von seiner religiösen Gesinnung gewusst und ihn inhaftiert. Daher stehe ausser Zweifel, dass er als Regimegegner registriert worden sei und ein geschärftes Profil im Sinne der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts gehabt habe. Durch seine illegale Ausreise habe er sich in höchstem Masse verdächtig gemacht und einem erneuten Zugriff durch die staatlichen Behörden entzogen. Zudem praktiziere er seinen Glauben auch in der Schweiz. Bei einer Rückkehr würde er als missliebige Person eingestuft und wieder inhaftiert werden.
5.3 In der Vernehmlassung führte das SEM aus, aufgrund einer einmaligen Korrektur zu Beginn des Befragungsprotokolls könne nicht auf die Unkenntnis der dolmetschenden Person geschlossen werden. Zudem sei dem Beschwerdeführer das Protokoll rückübersetzt worden, woraufhin dieser es unterschrieben habe. Das Protokoll gebe die Situation der Befragung somit korrekt wieder. Weiter widerspreche der persönliche Hintergrund des Beschwerdeführers seiner geltend gemachten, zu bezweifelnden Begriffsstutzigkeit, zumal er ein Jahrzehnt lang die Schule besucht, als Sales-Manager für eine Zeitung in Saudi-Arabien gearbeitet habe und auch als Dolmetscher für dieses Unternehmen tätig gewesen sei (SEM-Akten A6 S. 5, A28 F37). Sodann habe der Beschwerdeführer eine Mitgliedschaftsbestätigung einer evangelischen Freikirche eingereicht. Diese belege seine Glaubenstätigkeit während seiner Zeit in der Schweiz, nicht aber diejenige (als unglaubhaft eingestufte) im Zeitpunkt seiner Ausreise aus dem Heimatstaat. Da nicht anzunehmen sei, dass die eritreischen Behörden von der Glaubensausübung des Beschwerdeführers in der Schweiz Kenntnis hätten und in seinem Heimatstaat keine Kollektivverfolgung von Angehörigen evangelischer Freikirchen festzustellen sei, weise der Beschwerdeführer kein geschärftes Profil auf, welches ihn in den Augen der eritreischen Behörden als unliebsam erscheinen liesse.
5.4 Der Beschwerdeführer replizierte, bei der Durchsicht des BzP Protokolls falle auf, dass verknappt und ungenau protokolliert worden sei. Die Anhörung habe sodann über ein Jahr nach der BzP stattgefunden. Ungereimtheiten zwischen den Befragungen könnten ihm daher nicht entgegengehalten werden. Weiter habe er keinen offiziellen Schulabschluss und habe seine an der BzP angegebenen Sprachkenntnisse überschätzt. Zum angeblich fehlenden geschärften Profil sei festzuhalten, dass den eritreischen Behörden die Ausübung seines Glaubens seit seiner Rückkehr aus Saudi-Arabien bekannt gewesen sei. Ferner lebe er den Glauben in der Schweiz offen aus und sei nicht in der Lage, diesen im Versteckten zu praktizieren. Aufgrund der engmaschigen Überwachung der Diaspora sei davon auszugehen, dass die eritreischen Behörden davon Kenntnis hätten. Schliesslich habe es die Vorinstanz unterlassen, einen Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft seiner Frau beziehungsweise seines minderjährigen Kindes nach Art. 51

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 51 Familienasyl - 1 Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder werden als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen.152 |
|
1 | Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder werden als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen.152 |
1bis | Hat das SEM während des Asylverfahrens Anhaltspunkte dafür, dass ein Ungültigkeitsgrund nach Artikel 105 Ziffer 5 oder 105a des Zivilgesetzbuchs (ZGB)153 vorliegt, so meldet es dies der nach Artikel 106 ZGB zuständigen Behörde.154 Das Verfahren wird bis zur Entscheidung dieser Behörde sistiert. Erhebt die Behörde Klage, so wird das Verfahren bis zum Vorliegen des rechtskräftigen Urteils sistiert. Befindet sich der Ehegatte des Flüchtlings im Ausland, so erfolgen die Meldung an die zuständige Behörde und die Sistierung des Verfahrens nach seiner Einreise in die Schweiz.155 156 |
2 | ...157 |
3 | In der Schweiz geborene Kinder von Flüchtlingen werden auch als Flüchtlinge anerkannt, sofern keine besonderen Umstände dagegen sprechen.158 |
4 | Wurden die anspruchsberechtigten Personen nach Absatz 1 durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen.159 |
5 | ...160 |
5.5 In der ergänzenden Eingabe führte er mit Hinweis auf ein weiteres Schreiben der D._______ aus, Aktivitäten der eritreischen Gläubigen in der Schweiz würden überwacht und den eritreischen Behörden rapportiert. Über ihn dürfte eine behördliche Fiche bestehen.
6.
6.1 Nach Durchsicht der Akten kommt das Gericht zum Schluss, dass die Vorinstanz in ihren Erwägungen zutreffend festgehalten hat, die Vorbringen des Beschwerdeführers genügten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit respektive Asylrelevanz im Sinne von Art. 7

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 7 Nachweis der Flüchtlingseigenschaft - 1 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. |
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1 | Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. |
2 | Glaubhaft gemacht ist die Flüchtlingseigenschaft, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. |
3 | Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden. |

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 3 Flüchtlingsbegriff - 1 Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. |
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1 | Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. |
2 | Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen. |
3 | Keine Flüchtlinge sind Personen, die wegen Wehrdienstverweigerung oder Desertion ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Vorbehalten bleibt die Einhaltung des Abkommens vom 28. Juli 19514 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention).5 |
4 | Keine Flüchtlinge sind Personen, die Gründe geltend machen, die wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise entstanden sind und die weder Ausdruck noch Fortsetzung einer bereits im Heimat- oder Herkunftsstaat bestehenden Überzeugung oder Ausrichtung sind. Vorbehalten bleibt die Flüchtlingskonvention vom 28. Juli 1951.6 |
6.2 Zunächst ist festzuhalten, dass das BzP-Protokoll, entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers, bis auf eine Korrektur keine Hinweise auf eine mangelhafte Protokollierung oder Übersetzung respektive auf seine nicht näher dargelegte «Begriffsstutzigkeit» enthält. Der Beschwerdeführer hat alle Fragen sinnvoll beantwortet und das Protokoll nach der Rückübersetzung als korrekt bestätigt.
6.3 An der BzP erklärte der Beschwerdeführer explizit, seit Geburt gehöre er der Pfingstgemeinde an. Damit sei er aufgewachsen. Seine Familie habe ihm den Glauben übergeben (SEM-Akte A6 S. 9). An der Anhörung gab er an, er gehöre erst seit dem Jahr (...) der Pfingstgemeinde an und habe diesen Glauben in Saudi-Arabien angenommen. Wie er den Glauben entdeckt haben will, vermag er nur vage zu erklären (SEM-Akte A28 F29-F32). Auch den Widerspruch konnte er nicht aufklären (SEM-Akte A28 F161 f.). Dass die Vorinstanz stets von der Pfingstgemeinde gesprochen habe, und nicht wie in der Beschwerde neu vorgebracht von der «E._______», kann nicht gehört werden, zumal der Beschwerdeführer selbst stets nur von der Pfingstgemeinde berichtet hat. Entsprechend konnte die Vorinstanz den Beschwerdeführer auch nicht nach Details hierzu fragen, vielmehr wäre er verpflichtet gewesen, von sich aus darüber zu berichten. Er unterlässt es aber auch auf Beschwerdeebene, entsprechende vertiefte Angaben zu den von ihm wahrgenommenen Unterschieden der Glaubensrichtungen zu machen. Sodann vermag zu erstaunen, dass er nach Eritrea ausgeschafft worden sei und die eritreischen Behörden über seinen Glauben in Kenntnis gesetzt worden seien, er aber zunächst problemlos habe einreisen und sich in Eritrea frei habe bewegen können (SEM-Akte A28 F129-135). Erst nach zwei Wochen habe er eine Vorladung erhalten, sich zu melden, woraufhin er direkt in Haft genommen und für über zwei Jahre inhaftiert worden sei. Man habe ihm gesagt, er solle vom Glauben abschwören, dann würde er aus der Haft rauskommen. Dies habe er stets verneint. Dennoch sei er plötzlich entlassen worden, wobei er nicht wisse, weshalb (SEM-Akte A28 F56-58). Diese scheinbar grundlose Haftentlassung nach über zwei Jahren, obwohl der Beschwerdeführer bei seinem Glauben geblieben sei, vermag nicht zu überzeugen. Vielmehr ist zu bezweifeln, dass der Beschwerdeführer von den eritreischen Behörden aufgrund seines mutmasslichen Glaubens registriert und inhaftiert worden ist, zumal er - entgegen seiner Darstellung - nicht in der Lage war, die zwei Jahre im Gefängnis erlebnisgeprägt und detailreich zu beschreiben (SEM-Akte A28 F151 ff.). Seine Haftschilderungen sind substanzlos ausgefallen, obwohl zu erwarten gewesen wäre, dass er über ein derart einschneidendes Erlebnis nähere, anschauliche Angaben gemacht hätte. Sodann hat er an der BzP angegeben, er sei von April 2010 bis Dezember 2012 in Haft gewesen, während er gemäss Angaben an der Anhörung bis Mitte 2014 inhaftiert gewesen sei (SEM-Akten A6 S. 8, A28 F64). Ferner habe er nach der Haftentlassung zwei Jahre lang in Eritrea leben können, ohne persönliche Probleme mit den Behörden gehabt zu haben (SEM-Akte A28 F143). Er sei aus der
Stadt weggezogen und schliesslich ausgereist, da man beobachtet werde und man ins Gefängnis komme (SEM-Akte A28 F69-73). Seinen Alltag nach der behaupteten Entlassung vermochte der Beschwerdeführer nur äusserst oberflächlich zu beschreiben und zeigte insbesondere keine konkreten und persönlichen Schwierigkeiten wegen seines behaupteten Glaubens auf. Auch die angeblichen Probleme, die er persönlich mit seinen Mitmenschen gehabt habe, nachdem er aus C._______ zu seinen Eltern in ein Dorf gezogen sei, legte der Beschwerdeführer nicht anschaulich dar (SEM-Akte A28 F85 f., 97 f.). Weiter hat der Beschwerdeführer an der BzP erklärt, er sei aus der Haft entlassen worden, mit der Auflage, sich alle sechs Monate zu melden. Davon habe er die Nase voll gehabt und sich entschieden, das Land zu verlassen (SEM-Akte A6 S. 8). Eine ernsthafte Gefahr vor Verfolgung scheint er somit im Zeitpunkt seiner Ausreise nicht befürchtet zu haben. Hinzu kommt, dass er diese angebliche Meldepflicht an der Anhörung nicht mehr von sich aus erwähnte (SEM-Akte A28 F170 f.). Auch hat er an der Anhörung einen anderen Ausreisegrund angegeben. Einer seiner Glaubensbrüder im Nachbarsdorf sei festgenommen worden. Ferner habe er selbst seinen Glauben nicht frei ausüben können. Dies habe ihn zur Ausreise bewogen (SEM-Akte A28 F101 f., 174). Insgesamt sind die Asylvorbringen des Beschwerdeführers, die er mit keinen Beweismitteln zu untermauern vermochte, zu widersprüchlich, oberflächlich, unpersönlich und unsubstantiiert ausgefallen, um davon ausgehen zu können, er habe von tatsächlich Erlebtem berichtet und sei aufgrund seines Glaubens und der geltend gemachten Zugehörigkeit zur Pfingstgemeinde oder «E._______» ins Visier der eritreischen Behörden geraten sowie von ebendiesen registriert und inhaftiert worden. Auch Anhaltspunkte dafür, dass er sein Heimatland wegen begründeter Furcht vor gezielter, religiös motivierter Verfolgung habe verlassen müssen, sind nach dem Gesagten nicht ersichtlich. Dem Beschwerdeführer ist es somit nicht gelungen, eine im Zeitpunkt seiner Ausreise aus Eritrea erlebte asylrelevante Verfolgung oder eine dannzumal bestehende beziehungsweise ihm drohende Gefährdung nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen. Im Ausreisezeitpunkt erfüllte er die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 3 Flüchtlingsbegriff - 1 Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. |
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1 | Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. |
2 | Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen. |
3 | Keine Flüchtlinge sind Personen, die wegen Wehrdienstverweigerung oder Desertion ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Vorbehalten bleibt die Einhaltung des Abkommens vom 28. Juli 19514 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention).5 |
4 | Keine Flüchtlinge sind Personen, die Gründe geltend machen, die wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise entstanden sind und die weder Ausdruck noch Fortsetzung einer bereits im Heimat- oder Herkunftsstaat bestehenden Überzeugung oder Ausrichtung sind. Vorbehalten bleibt die Flüchtlingskonvention vom 28. Juli 1951.6 |
6.4 Hinsichtlich der geltend gemachten illegalen Ausreise des Beschwerdeführers sowie seiner Glaubensausübung in der Schweiz ist das allfällige Vorliegen subjektiver Nachfluchtgründe gemäss Art. 54

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 54 Subjektive Nachfluchtgründe - Flüchtlingen wird kein Asyl gewährt, wenn sie erst durch ihre Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat oder wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise Flüchtlinge im Sinne von Artikel 3 wurden. |
6.4.1 Gemäss aktueller Praxis ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass einer Person einzig aufgrund ihrer illegalen Ausreise aus Eritrea eine asylrelevante Verfolgung droht (vgl. Referenzurteil des BVGer D-7898/2015 vom 30. Januar 2017 E. 4.6 ff., 5.1 f.). Für die Begründung der Flüchtlingseigenschaft im eritreischen Kontext bedarf es neben der illegalen Ausreise zusätzlicher Anknüpfungspunkte, welche zu einer Verschärfung des Profils und dadurch zu einer flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgungsgefahr führen können.
6.4.2 Sodann bestätigen verschiedene Quellen eine mögliche Verfolgung durch die eritreischen Behörden aufgrund der Zugehörigkeit zu einer religiösen Gruppierung (wie der Pfingstgemeinde). Es hat jedoch nicht generell jedes Mitglied einer der in Eritrea nicht zugelassenen Religionsgemeinschaften mit ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 3 Flüchtlingsbegriff - 1 Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. |
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1 | Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. |
2 | Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen. |
3 | Keine Flüchtlinge sind Personen, die wegen Wehrdienstverweigerung oder Desertion ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Vorbehalten bleibt die Einhaltung des Abkommens vom 28. Juli 19514 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention).5 |
4 | Keine Flüchtlinge sind Personen, die Gründe geltend machen, die wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise entstanden sind und die weder Ausdruck noch Fortsetzung einer bereits im Heimat- oder Herkunftsstaat bestehenden Überzeugung oder Ausrichtung sind. Vorbehalten bleibt die Flüchtlingskonvention vom 28. Juli 1951.6 |

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 3 Flüchtlingsbegriff - 1 Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. |
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1 | Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. |
2 | Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen. |
3 | Keine Flüchtlinge sind Personen, die wegen Wehrdienstverweigerung oder Desertion ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Vorbehalten bleibt die Einhaltung des Abkommens vom 28. Juli 19514 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention).5 |
4 | Keine Flüchtlinge sind Personen, die Gründe geltend machen, die wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise entstanden sind und die weder Ausdruck noch Fortsetzung einer bereits im Heimat- oder Herkunftsstaat bestehenden Überzeugung oder Ausrichtung sind. Vorbehalten bleibt die Flüchtlingskonvention vom 28. Juli 1951.6 |
6.4.3 Wie aus den vorstehenden Erwägungen hervorgeht, konnte der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt seiner Ausreise aus Eritrea keine bestehende oder drohende, asylrechtlich relevante Gefährdung beziehungsweise Verfolgung aufgrund seiner geltend gemachten Religionszugehörigkeit nachweisen oder glaubhaft machen. Dass die eritreischen Behörden von seinem mutmasslichen Glauben gewusst, ihn im Visier gehabt hätten und er vor seiner Ausreise aufgrund dessen als missliebige Person registriert worden wäre, vermochte er ebenfalls nicht glaubhaft darzulegen. Entsprechend ist auch nicht anzunehmen, dass er in der Schweiz beobachtet wird und die eritreischen Behörden von seiner geltend gemachten Glaubensausübung hier Kenntnis genommen hätten. Seine Mitgliedschaft und die Aktivitäten bei (...) (vgl. zwei Bestätigungsschreiben der Kirche) sind sodann nicht derart exponiert, dass davon ausgegangen werden müsste, die eritreischen Behörden hätten davon erfahren. Dass über ihn eine behördliche Fiche bestehen soll, ist eine blosse Vermutung. Folglich kann vorliegend - entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers - nicht von einem geschärften Profil respektive zusätzlichen Anknüpfungspunkten nebst der illegalen Ausreise, welche wie erwähnt alleine keine Furcht vor einer zukünftigen flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgung zu begründen vermag, ausgegangen werden.
6.5 Zusammenfassend ist sowohl das Vorliegen von Vorfluchtgründen im Sinne von Art. 3

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 3 Flüchtlingsbegriff - 1 Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. |
|
1 | Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. |
2 | Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen. |
3 | Keine Flüchtlinge sind Personen, die wegen Wehrdienstverweigerung oder Desertion ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Vorbehalten bleibt die Einhaltung des Abkommens vom 28. Juli 19514 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention).5 |
4 | Keine Flüchtlinge sind Personen, die Gründe geltend machen, die wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise entstanden sind und die weder Ausdruck noch Fortsetzung einer bereits im Heimat- oder Herkunftsstaat bestehenden Überzeugung oder Ausrichtung sind. Vorbehalten bleibt die Flüchtlingskonvention vom 28. Juli 1951.6 |

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 54 Subjektive Nachfluchtgründe - Flüchtlingen wird kein Asyl gewährt, wenn sie erst durch ihre Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat oder wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise Flüchtlinge im Sinne von Artikel 3 wurden. |
6.6 Abschliessend ist zum in der Replik neu vorgebrachten Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft seiner Frau beziehungsweise seines minderjährigen Kindes nach Art. 51

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 51 Familienasyl - 1 Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder werden als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen.152 |
|
1 | Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder werden als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen.152 |
1bis | Hat das SEM während des Asylverfahrens Anhaltspunkte dafür, dass ein Ungültigkeitsgrund nach Artikel 105 Ziffer 5 oder 105a des Zivilgesetzbuchs (ZGB)153 vorliegt, so meldet es dies der nach Artikel 106 ZGB zuständigen Behörde.154 Das Verfahren wird bis zur Entscheidung dieser Behörde sistiert. Erhebt die Behörde Klage, so wird das Verfahren bis zum Vorliegen des rechtskräftigen Urteils sistiert. Befindet sich der Ehegatte des Flüchtlings im Ausland, so erfolgen die Meldung an die zuständige Behörde und die Sistierung des Verfahrens nach seiner Einreise in die Schweiz.155 156 |
2 | ...157 |
3 | In der Schweiz geborene Kinder von Flüchtlingen werden auch als Flüchtlinge anerkannt, sofern keine besonderen Umstände dagegen sprechen.158 |
4 | Wurden die anspruchsberechtigten Personen nach Absatz 1 durch die Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf Gesuch hin zu bewilligen.159 |
5 | ...160 |
7.
7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 44 Wegweisung und vorläufige Aufnahme - Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie. Im Übrigen finden für die Anordnung des Vollzugs der Wegweisung die Artikel 83 und 84 des AIG132 Anwendung. |
7.2 Die Vorinstanz führte hinsichtlich der Wegweisung insbesondere aus, die Anwendung von Art. 44

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 44 Wegweisung und vorläufige Aufnahme - Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie. Im Übrigen finden für die Anordnung des Vollzugs der Wegweisung die Artikel 83 und 84 des AIG132 Anwendung. |

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 44 Wegweisung und vorläufige Aufnahme - Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie. Im Übrigen finden für die Anordnung des Vollzugs der Wegweisung die Artikel 83 und 84 des AIG132 Anwendung. |

IR 0.101 Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) EMRK Art. 8 Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens - (1) Jede Person hat das Recht auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung und ihrer Korrespondenz. |
7.3 Der Beschwerdeführer entgegnete, eine Wegweisung verstosse gegen sein Recht auf Familienleben, die Kinderrechtskonvention sowie den Grundsatz der Einheit der Familie. Insbesondere zu seinem Sohn W. bestehe eine enge und tatsächlich gelebte Beziehung. Er sehe seine Kinder regelmässig, trotz der Trennung und der Konflikte in der Familie. Eine Wegweisung würde zur unwiederbringlichen Trennung führen, da ein persönlicher Kontakt über die Distanz nicht aufrechterhalten werden könne.
7.4
7.4.1 Im Asyl- und Wegweisungsverfahren ist die Wegweisung nicht zu verfügen, wenn ein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung besteht. Die kantonale Ausländerbehörde ist zuständig, über den Anspruch konkret zu befinden (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4). Als Anspruchsgrundlage fällt dabei unter anderem Art. 8

IR 0.101 Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) EMRK Art. 8 Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens - (1) Jede Person hat das Recht auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung und ihrer Korrespondenz. |

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 14 Verhältnis zum ausländerrechtlichen Verfahren - 1 Ab Einreichung des Asylgesuches bis zur Ausreise nach einer rechtskräftig angeordneten Wegweisung, nach einem Rückzug des Asylgesuches oder bis zur Anordnung einer Ersatzmassnahme bei nicht durchführbarem Vollzug kann eine asylsuchende Person kein Verfahren um Erteilung einer ausländerrechtlichen Aufenthaltsbewilligung einleiten, ausser es bestehe ein Anspruch auf deren Erteilung. |
|
1 | Ab Einreichung des Asylgesuches bis zur Ausreise nach einer rechtskräftig angeordneten Wegweisung, nach einem Rückzug des Asylgesuches oder bis zur Anordnung einer Ersatzmassnahme bei nicht durchführbarem Vollzug kann eine asylsuchende Person kein Verfahren um Erteilung einer ausländerrechtlichen Aufenthaltsbewilligung einleiten, ausser es bestehe ein Anspruch auf deren Erteilung. |
2 | Der Kanton kann mit Zustimmung des SEM einer ihm nach diesem Gesetz zugewiesenen Person eine Aufenthaltsbewilligung erteilen, wenn:37 |
a | die betroffene Person sich seit Einreichung des Asylgesuches mindestens fünf Jahre in der Schweiz aufhält; |
b | der Aufenthaltsort der betroffenen Person den Behörden immer bekannt war; |
c | wegen der fortgeschrittenen Integration ein schwerwiegender persönlicher Härtefall vorliegt; und |
d | keine Widerrufsgründe nach Artikel 62 Absatz 1 des Ausländer- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 200539 (AIG)40 vorliegen. |
3 | Will der Kanton von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, so meldet er dies dem SEM unverzüglich. |
4 | Die betroffene Person hat nur beim Zustimmungsverfahren des SEM Parteistellung. |
5 | Hängige Verfahren um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung werden mit dem Einreichen eines Asylgesuchs gegenstandslos. |
6 | Erteilte Aufenthaltsbewilligungen bleiben gültig und können gemäss den ausländerrechtlichen Bestimmungen verlängert werden. |
7.4.2 Die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 8

IR 0.101 Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) EMRK Art. 8 Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens - (1) Jede Person hat das Recht auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung und ihrer Korrespondenz. |

IR 0.101 Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) EMRK Art. 8 Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens - (1) Jede Person hat das Recht auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung und ihrer Korrespondenz. |

SR 101 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 BV Art. 13 Schutz der Privatsphäre - 1 Jede Person hat Anspruch auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung sowie ihres Brief-, Post- und Fernmeldeverkehrs. |

IR 0.101 Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) EMRK Art. 8 Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens - (1) Jede Person hat das Recht auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung und ihrer Korrespondenz. |
Die im Asylverfahren angeordnete Wegweisung wird praxisgemäss aufgehoben, wenn erstens ein potenzieller Anspruch gestützt auf Art. 8

IR 0.101 Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) EMRK Art. 8 Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens - (1) Jede Person hat das Recht auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung und ihrer Korrespondenz. |
7.4.3 Der Beschwerdeführer hat keine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung respektive keinen selbständigen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Seine seit dem Jahr 2011 in der Schweiz lebende Familie (Ehefrau und (...) Kinder) verfügt aber über eine vorläufige Aufnahme, weshalb vorfrageweise zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer daraus einen möglichen Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz ableiten kann. Da er unbestrittenermassen seit mehreren Jahren von seiner Ehefrau getrennt ist und lebt sowie (...) Kinder bereits volljährig sind, ist insbesondere die Beziehung zwischen ihm und seinem (...) Sohn W. von Relevanz.
7.4.4 Den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer nach der Ausreise seiner Frau und Kinder im Jahr 2011 erst Ende 2015, nachdem er selbst das Heimatland verlassen habe, wieder in Kontakt mit diesen gekommen sei und erfahren habe, dass seine Familie in die Schweiz gereist sei. Dies vermag zu erstaunen, zumal seine im Heimatland lebende Schwägerin, die Schwester seiner Frau, mit dieser nach deren Ausreise in Verbindung gestanden habe (SEM-Akten A6 S. 4, A28 F107 ff.). In der Folge habe er sich, da er habe arbeiten wollen, wieder um ein Arbeitsvisum für Saudi-Arabien - das Land, dass ihn wegen illegaler Glaubensausübung zwangsweise ausgeschafft habe - bemüht und über ein Jahr dort gearbeitet. Ende 2016 habe er mit seinem Arbeitgeber geschäftlich nach Frankreich reisen können. Daraufhin habe er sich entschlossen, in die Schweiz zu gelangen. Darüber habe er seine Familie nicht vorgängig informiert (SEM-Akten A6 S. 4, A28 F37). An der BzP hat er angegeben, zuletzt vor vier bis fünf Monaten Kontakt mit der Familie gehabt zu haben und nicht zu wissen, wo in der Schweiz diese wohnen würde (SEM-Akte A6 S. 4). Zunächst erstaunt, dass sich der Beschwerdeführer, wäre die Familienzusammenführung stets sein Ziel gewesen, nicht früher um eine Vereinigung mit seiner Familie bemüht hat, obwohl er scheinbar über finanzielle Mittel verfügt habe (SEM-Akte A28 F82 f.). Gemäss seinen Angaben stand er seit dem Jahr 2010 oder 2011 bis zu seiner Ankunft in der Schweiz im Frühjahr 2017 nicht beziehungsweise nur sporadisch mit seiner Familie in Kontakt. Somit war die Kindsmutter über lange Zeit hinweg die Hauptbezugsperson der Kinder im Jugendalter. Eine Vater-Kind-Beziehung konnte während mehrerer für die Kinder prägender Jahre nicht im Sinne einer effektiven Familiengemeinschaft gelebt werden.
Seit seinem Aufenthalt in der Schweiz lebt der Beschwerdeführer ebenfalls nicht mit seiner Familie zusammen. Aufgrund dessen kann das Bestehen einer Familieneinheit allerdings nicht unmittelbar verneint werden (vgl. u.a. Urteil des BVGer E-1971/2019 vom 22. Mai 2019 E. 6.2 m.w.H.). Der Beschwerdeführer gab wiederholt an, er sehe seine Kinder seit seiner Ankunft regelmässig und habe eine enge Beziehung zu diesen, trotz der Konflikte in der Familie. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer mehrfach Gelegenheit eingeräumt, die wieder aufgenommene Beziehung zu seinen Kindern detailliert aufzuzeigen und Beweismittel einzureichen (vgl. Schreiben des Beschwerdeführers im Rahmen des rechtlichen Gehörs vom 16. März 2017, 24. Juli, 12. September und 7. Oktober 2019). Wie die Vorinstanz zurecht festgestellt hat, hat der Beschwerdeführer zwar Angaben zur Beziehung gemacht, aber nicht näher dargelegt oder mit Beweismitteln untermauert, inwiefern er die Kinder regelmässig sehe und ihre Beziehung eng sei. Wann und mit welcher Regelmässigkeit er namentlich seinen Sohn W. treffe oder höre und er Anteil an dessen Alltag nehme, blieb offen. Auch dem Schreiben des Sohnes W. (eingereicht am 7. Oktober 2019) respektive dem Schreiben des Freundes K.W. vom 25. September 2019 sind keine vertieften Angaben hinsichtlich der Beziehung zwischen dem Sohn W. und dem Beschwerdeführer zu entnehmen. Auf Beschwerdeebene wurde während der Verfahrensdauer von fast zwei Jahren eine Auflistung von ein paar familiären Terminen während zweier Wochen im November 2019, mehrere nicht näher beschriebene ÖV-Tickets, sieben Fotografien von vier Treffen mit seinen Kindern im Februar sowie Oktober 2020, eine Einkaufsquittung sowie Fragen des Vaters mit Antworten seiner Kinder eingereicht. Aus diesen Dokumenten geht zwar hervor, dass ein gewisser Kontakt zwischen dem Beschwerdeführer und namentlich seinem minderjährigen Sohn besteht. Wie häufig und eng dieser ausfällt, ist daraus sowie aus den entsprechenden Ausführungen (vgl. Beschwerde S. 17, Replik S. 4 f., ergänzende Eingabe S. 2) aber nicht zu erblicken. Der Beschwerdeführer gibt auch hier nur an, er sehe seine Kinder regelmässig, ohne dies substantiiert darzulegen. Mit welcher Regelmässigkeit der Kontakt stattfindet, ob er Verantwortung übernimmt und seinen Sohn beispielsweise in schulischen oder beruflichen Belangen, bei Freizeitaktivitäten, allfälligen Arztbesuchen oder in finanzieller Hinsicht unterstützt respektive der Sohn von sich aus den Kontakt zu seinem Vater sucht, ist unklar. Dass vorliegend trotz der getrennten Wohnsituation und kaum finanzieller Leistungen die Wiederaufnahme einer tatsächlich gelebten, nahen Vater-Kind-Beziehung angenommen werden kann, geht aus den oberflächlichen
Darlegungen des Beschwerdeführers und den eingereichten Beweismitteln nicht in überzeugender Weise hervor.
Es ist im Übrigen nicht aktenkundig, dass der Beschwerdeführer ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung bei den zuständigen Behörden eingereicht hätte.
7.5 Angesichts dieser Angaben stellt das Bundesverwaltungsgericht vorfrageweise fest, dass der Beschwerdeführer zum heutigen Zeitpunkt keinen potenziellen Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz geltend zu machen vermag, ungeachtet der Frage, ob der Sohn W. über ein entsprechendes Aufenthaltsrecht verfügt. Es bleibt dem Beschwerdeführer jedoch unbenommen, auch nach Ausfällung dieses Urteils einen allfälligen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung mit einem entsprechenden Gesuch bei der zuständigen Behörde geltend zu machen.
7.6 Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz die Wegweisung vorliegend zu Recht angeordnet (Art. 44

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 44 Wegweisung und vorläufige Aufnahme - Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie. Im Übrigen finden für die Anordnung des Vollzugs der Wegweisung die Artikel 83 und 84 des AIG132 Anwendung. |
8.
8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 44 Wegweisung und vorläufige Aufnahme - Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie. Im Übrigen finden für die Anordnung des Vollzugs der Wegweisung die Artikel 83 und 84 des AIG132 Anwendung. |

SR 142.20 Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG) - Ausländer- und Integrationsgesetz AIG Art. 83 Anordnung der vorläufigen Aufnahme - 1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar, so verfügt das SEM die vorläufige Aufnahme.248 |
|
a | zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe im In- oder Ausland verurteilt wurde oder wenn gegen sie eine strafrechtliche Massnahme im Sinne der Artikel 59-61 oder 64 StGB254 angeordnet wurde; |
b | erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährdet; oder |
c | die Unmöglichkeit des Vollzugs der Wegweisung durch ihr eigenes Verhalten verursacht hat. |
Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.).
8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3

SR 142.20 Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG) - Ausländer- und Integrationsgesetz AIG Art. 83 Anordnung der vorläufigen Aufnahme - 1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar, so verfügt das SEM die vorläufige Aufnahme.248 |
|
a | zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe im In- oder Ausland verurteilt wurde oder wenn gegen sie eine strafrechtliche Massnahme im Sinne der Artikel 59-61 oder 64 StGB254 angeordnet wurde; |
b | erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährdet; oder |
c | die Unmöglichkeit des Vollzugs der Wegweisung durch ihr eigenes Verhalten verursacht hat. |
8.2.1 Vorliegend kommt dem Beschwerdeführer keine Flüchtlingseigenschaft zu. Das flüchtlingsrechtliche Rückschiebungsverbot von Art. 33 Abs. 1

IR 0.142.30 Abkommen vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (mit Anhang) FK Art. 33 Verbot der Ausweisung und Zurückstellung - 1. Kein vertragsschliessender Staat darf einen Flüchtling in irgendeiner Form in das Gebiet eines Landes ausweisen oder zurückstellen, wo sein Leben oder seine Freiheit wegen seiner Rasse, Religion, Staatszugehörigkeit, seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder seiner politischen Anschauungen gefährdet wäre. |
|
1 | Kein vertragsschliessender Staat darf einen Flüchtling in irgendeiner Form in das Gebiet eines Landes ausweisen oder zurückstellen, wo sein Leben oder seine Freiheit wegen seiner Rasse, Religion, Staatszugehörigkeit, seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder seiner politischen Anschauungen gefährdet wäre. |
2 | Auf diese Vorschrift kann sich ein Flüchtling nicht berufen, wenn erhebliche Gründe dafür vorliegen, dass er als eine Gefahr für die Sicherheit des Aufenthaltsstaates angesehen werden muss oder wenn er eine Bedrohung für die Gemeinschaft dieses Landes bedeutet, weil er wegen eines besonders schweren Verbrechens oder Vergehens rechtskräftig verurteilt worden ist. |

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 5 Rückschiebungsverbot - 1 Keine Person darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Artikel 3 Absatz 1 gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden. |
|
1 | Keine Person darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Artikel 3 Absatz 1 gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden. |
2 | Eine Person kann sich nicht auf das Rückschiebungsverbot berufen, wenn erhebliche Gründe für die Annahme vorliegen, dass sie die Sicherheit der Schweiz gefährdet, oder wenn sie als gemeingefährlich einzustufen ist, weil sie wegen eines besonders schweren Verbrechens oder Vergehens rechtskräftig verurteilt worden ist. |

SR 101 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 BV Art. 25 Schutz vor Ausweisung, Auslieferung und Ausschaffung - 1 Schweizerinnen und Schweizer dürfen nicht aus der Schweiz ausgewiesen werden; sie dürfen nur mit ihrem Einverständnis an eine ausländische Behörde ausgeliefert werden. |

IR 0.101 Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) EMRK Art. 3 Verbot der Folter - Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. |

IR 0.101 Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) EMRK Art. 4 Verbot der Sklaverei und der Zwangsarbeit - (1) Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden. |
|
a | eine Arbeit, die üblicherweise von einer Person verlangt wird, der unter den Voraussetzungen des Artikels 5 die Freiheit entzogen oder die bedingt entlassen worden ist; |
b | eine Dienstleistung militärischer Art oder eine Dienstleistung, die an die Stelle des im Rahmen der Wehrpflicht zu leistenden Dienstes tritt, in Ländern, wo die Dienstverweigerung aus Gewissensgründen anerkannt ist; |
c | eine Dienstleistung, die verlangt wird, wenn Notstände oder Katastrophen das Leben oder das Wohl der Gemeinschaft bedrohen; |
d | eine Arbeit oder Dienstleistung, die zu den üblichen Bürgerpflichten gehört. |
8.2.2 Weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten ergeben sich Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3

IR 0.101 Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) EMRK Art. 3 Verbot der Folter - Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. |

SR 142.20 Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG) - Ausländer- und Integrationsgesetz AIG Art. 83 Anordnung der vorläufigen Aufnahme - 1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar, so verfügt das SEM die vorläufige Aufnahme.248 |
|
a | zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe im In- oder Ausland verurteilt wurde oder wenn gegen sie eine strafrechtliche Massnahme im Sinne der Artikel 59-61 oder 64 StGB254 angeordnet wurde; |
b | erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährdet; oder |
c | die Unmöglichkeit des Vollzugs der Wegweisung durch ihr eigenes Verhalten verursacht hat. |

IR 0.101 Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) EMRK Art. 4 Verbot der Sklaverei und der Zwangsarbeit - (1) Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden. |
|
a | eine Arbeit, die üblicherweise von einer Person verlangt wird, der unter den Voraussetzungen des Artikels 5 die Freiheit entzogen oder die bedingt entlassen worden ist; |
b | eine Dienstleistung militärischer Art oder eine Dienstleistung, die an die Stelle des im Rahmen der Wehrpflicht zu leistenden Dienstes tritt, in Ländern, wo die Dienstverweigerung aus Gewissensgründen anerkannt ist; |
c | eine Dienstleistung, die verlangt wird, wenn Notstände oder Katastrophen das Leben oder das Wohl der Gemeinschaft bedrohen; |
d | eine Arbeit oder Dienstleistung, die zu den üblichen Bürgerpflichten gehört. |

IR 0.101 Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) EMRK Art. 3 Verbot der Folter - Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. |
8.2.3 Von einer drohenden Verletzung von Art. 8

IR 0.101 Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) EMRK Art. 8 Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens - (1) Jede Person hat das Recht auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung und ihrer Korrespondenz. |
8.2.4 Daher ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen als zulässig zu erachten.
8.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4

SR 142.20 Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG) - Ausländer- und Integrationsgesetz AIG Art. 83 Anordnung der vorläufigen Aufnahme - 1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar, so verfügt das SEM die vorläufige Aufnahme.248 |
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a | zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe im In- oder Ausland verurteilt wurde oder wenn gegen sie eine strafrechtliche Massnahme im Sinne der Artikel 59-61 oder 64 StGB254 angeordnet wurde; |
b | erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährdet; oder |
c | die Unmöglichkeit des Vollzugs der Wegweisung durch ihr eigenes Verhalten verursacht hat. |

SR 142.20 Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG) - Ausländer- und Integrationsgesetz AIG Art. 83 Anordnung der vorläufigen Aufnahme - 1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar, so verfügt das SEM die vorläufige Aufnahme.248 |
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a | zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe im In- oder Ausland verurteilt wurde oder wenn gegen sie eine strafrechtliche Massnahme im Sinne der Artikel 59-61 oder 64 StGB254 angeordnet wurde; |
b | erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährdet; oder |
c | die Unmöglichkeit des Vollzugs der Wegweisung durch ihr eigenes Verhalten verursacht hat. |
8.3.1 Die Vorinstanz erachtete den Vollzug der Wegweisung nach Eritrea in allgemeiner und individueller Hinsicht als zumutbar. Namentlich habe der Beschwerdeführer Familienangehörige in der Heimat und eine gute Schul- sowie Berufsbildung. Sodann sei die geltend gemachte (...)verletzung nicht geeignet, den Beschwerdeführer daran zu hindern, seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit nachzugehen.
8.3.2 Der Beschwerdeführer legte dar, er habe kein familiäres Beziehungsnetz mehr in der Heimat, welches ihm bei der Reintegration helfen könnte. Seine Eltern seien betagt und die Geschwister nicht bereit, ihn zu unterstützen. Zudem sei er kein junger gesunder Mann mit guten beruflichen Perspektiven mehr. Eine erfolgreiche berufliche Reintegration sei daher ausgeschlossen. Ferner verstosse die Trennung von seinen Kindern gegen das Kindeswohl. Daher sei der Wegweisungsvollzug unzumutbar.
8.3.3 Die in Eritrea herrschende allgemeine Lage spricht nicht gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges. Laut geltender Rechtsprechung ist in Eritrea nicht von einem Krieg, Bürgerkrieg oder einer Situation allgemeiner Gewalt beziehungsweise einer generellen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs auszugehen. Zwar ist die wirtschaftliche Lage nach wie vor schwierig. Namentlich die medizinische Grundversorgung und die Ernährungssituation haben sich aber stabilisiert. Der Krieg ist seit Jahren beendet und ernsthafte ethnische oder religiöse Konflikte sind nicht zu verzeichnen. Angesichts der schwierigen allgemeinen Lage des Landes muss in Einzelfällen nach wie vor von einer Existenzbedrohung ausgegangen werden, wenn besondere Umstände vorliegen. Anders als noch unter der früheren Rechtsprechung sind begünstigende individuelle Faktoren aber nicht mehr zwingende Voraussetzung für die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs (vgl. Referenzurteil des BVGer D-2311/2016 vom 17. August 2017 E. 16 f.). Auch eine allfällige Einziehung in den Nationaldienst würde nicht zur Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs führen (BVGE 2018 IV/4 E. 6.2.3 ff.).
8.3.4 In casu ist übereinstimmend mit der Vorinstanz festzustellen, dass sich im Fall des Beschwerdeführers aus den Akten keine individuellen Gründe ergeben, welche einen Wegweisungsvollzug nach Eritrea als unzumutbar erscheinen liessen. Er verfügt unbestrittenermassen über Verwandte (Eltern und Geschwister) und Freunde im Heimatland. Vor seiner Ausreise lebte er bei seinen Eltern, die in der Landwirtschaft tätig seien (SEM-Akte A28 F90 ff.), und macht nicht geltend, nicht wieder zu diesen zurückkehren zu können. Sodann hat er jahrelange Schulbildung, Berufserfahrung (als [...] Manager sowie in der Landwirtschaft) und verfügt über gute Sprachkenntnisse. Mithin ist davon auszugehen, dass er sich, bei einer Rückkehr - bei Bedarf mit Hilfe seiner Familie - in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht wieder wird integrieren können. Gesundheitliche Beschwerden, die gegen die Ausübung des erlernten Berufs sprechen oder den Wegweisungsvollzug als unzumutbar erscheinen lassen könnten, ergeben sich aus den Akten nicht (seine [...]verletzung dürfte mittlerweile verheilt sein, vgl. Arztbericht vom 20. September 2018).
8.3.5 Sodann verkennt das Bundesverwaltungsgericht nicht, dass zwischen dem Beschwerdeführer und namentlich seinem Sohn W. eine Beziehung besteht. Indessen ist die Kindsmutter nach wie vor als Hauptbezugsperson des Jugendlichen zu betrachten (vgl. dazu oben E. 7.3 f.). Es finden keine massgeblichen finanziellen Leistungen durch den Beschwerdeführer statt und er legt nicht dar, inwiefern er die fehlende wirtschaftliche Unterstützungsmöglichkeit anderweitig ausgleichen würde. Eine Wegweisung des Beschwerdeführers ist mit dem Kindeswohl (Art. 3

IR 0.107 Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes KRK Art. 3 - (1) Bei allen Massnahmen, die Kinder betreffen, gleichviel ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist. |
8.3.6 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung sowohl allgemein als auch in individueller Hinsicht als zumutbar.
8.4 Zwar ist darauf hinzuweisen, dass derzeit die zwangsweise Rückführung nach Eritrea generell nicht möglich ist. Die Möglichkeit der freiwilligen Rückkehr steht aber praxisgemäss der Feststellung der Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs im Sinne von Art. 83 Abs. 2

SR 142.20 Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG) - Ausländer- und Integrationsgesetz AIG Art. 83 Anordnung der vorläufigen Aufnahme - 1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar, so verfügt das SEM die vorläufige Aufnahme.248 |
|
a | zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe im In- oder Ausland verurteilt wurde oder wenn gegen sie eine strafrechtliche Massnahme im Sinne der Artikel 59-61 oder 64 StGB254 angeordnet wurde; |
b | erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährdet; oder |
c | die Unmöglichkeit des Vollzugs der Wegweisung durch ihr eigenes Verhalten verursacht hat. |

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 8 Mitwirkungspflicht - 1 Asylsuchende sind verpflichtet, an der Feststellung des Sachverhaltes mitzuwirken. Sie müssen insbesondere: |
|
1 | Asylsuchende sind verpflichtet, an der Feststellung des Sachverhaltes mitzuwirken. Sie müssen insbesondere: |
a | ihre Identität offen legen; |
b | Reisepapiere und Identitätsausweise abgeben; |
c | bei der Anhörung angeben, weshalb sie um Asyl nachsuchen; |
d | allfällige Beweismittel vollständig bezeichnen und sie unverzüglich einreichen oder, soweit dies zumutbar erscheint, sich darum bemühen, sie innerhalb einer angemessenen Frist zu beschaffen; |
e | bei der Erhebung der biometrischen Daten mitwirken; |
f | sich einer vom SEM angeordneten medizinischen Untersuchung unterziehen (Art. 26a); |
g | dem SEM ihre elektronischen Datenträger vorübergehend aushändigen, wenn ihre Identität, die Nationalität oder der Reiseweg weder gestützt auf Identitätsausweise noch auf andere Weise festgestellt werden kann; die Bearbeitung der Personendaten aus elektronischen Datenträgern richtet sich nach Artikel 8a. |
2 | Von Asylsuchenden kann verlangt werden, für die Übersetzung fremdsprachiger Dokumente in eine Amtssprache besorgt zu sein. |
3 | Asylsuchende, die sich in der Schweiz aufhalten, sind verpflichtet, sich während des Verfahrens den Behörden von Bund und Kantonen zur Verfügung zu halten. Sie müssen ihre Adresse und jede Änderung der nach kantonalem Recht zuständigen Behörde des Kantons oder der Gemeinde (kantonale Behörde) sofort mitteilen. |
3bis | Personen, die ohne triftigen Grund ihre Mitwirkungspflicht verletzen oder den Asylbehörden während mehr als 20 Tagen nicht zur Verfügung stehen, verzichten damit auf eine Weiterführung des Verfahrens. Dasselbe gilt für Personen, die den Asylbehörden in einem Zentrum des Bundes ohne triftigen Grund während mehr als 5 Tagen nicht zur Verfügung stehen. Die Gesuche werden formlos abgeschrieben. Ein neues Gesuch kann frühestens nach drei Jahren deponiert werden. Vorbehalten bleibt die Einhaltung der Flüchtlingskonvention vom 28. Juli 195121.22 |
4 | ...23 |

SR 142.20 Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG) - Ausländer- und Integrationsgesetz AIG Art. 83 Anordnung der vorläufigen Aufnahme - 1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar, so verfügt das SEM die vorläufige Aufnahme.248 |
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a | zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe im In- oder Ausland verurteilt wurde oder wenn gegen sie eine strafrechtliche Massnahme im Sinne der Artikel 59-61 oder 64 StGB254 angeordnet wurde; |
b | erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährdet; oder |
c | die Unmöglichkeit des Vollzugs der Wegweisung durch ihr eigenes Verhalten verursacht hat. |
8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1

SR 142.20 Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG) - Ausländer- und Integrationsgesetz AIG Art. 83 Anordnung der vorläufigen Aufnahme - 1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar, so verfügt das SEM die vorläufige Aufnahme.248 |
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a | zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe im In- oder Ausland verurteilt wurde oder wenn gegen sie eine strafrechtliche Massnahme im Sinne der Artikel 59-61 oder 64 StGB254 angeordnet wurde; |
b | erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährdet; oder |
c | die Unmöglichkeit des Vollzugs der Wegweisung durch ihr eigenes Verhalten verursacht hat. |

SR 142.20 Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG) - Ausländer- und Integrationsgesetz AIG Art. 83 Anordnung der vorläufigen Aufnahme - 1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar, so verfügt das SEM die vorläufige Aufnahme.248 |
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a | zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe im In- oder Ausland verurteilt wurde oder wenn gegen sie eine strafrechtliche Massnahme im Sinne der Artikel 59-61 oder 64 StGB254 angeordnet wurde; |
b | erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährdet; oder |
c | die Unmöglichkeit des Vollzugs der Wegweisung durch ihr eigenes Verhalten verursacht hat. |
9.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 106 Beschwerdegründe - 1 Mit der Beschwerde kann gerügt werden: |
|
1 | Mit der Beschwerde kann gerügt werden: |
a | Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Missbrauch und Überschreitung des Ermessens; |
b | unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts; |
c | ... |
2 | Artikel 27 Absatz 3 und Artikel 68 Absatz 2 bleiben vorbehalten. |
10.
10.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1

SR 172.021 Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG) - Verwaltungsverfahrensgesetz VwVG Art. 63 - 1 Die Beschwerdeinstanz auferlegt in der Entscheidungsformel die Verfahrenskosten, bestehend aus Spruchgebühr, Schreibgebühren und Barauslagen, in der Regel der unterliegenden Partei. Unterliegt diese nur teilweise, so werden die Verfahrenskosten ermässigt. Ausnahmsweise können sie ihr erlassen werden. |
|
1 | Die Beschwerdeinstanz auferlegt in der Entscheidungsformel die Verfahrenskosten, bestehend aus Spruchgebühr, Schreibgebühren und Barauslagen, in der Regel der unterliegenden Partei. Unterliegt diese nur teilweise, so werden die Verfahrenskosten ermässigt. Ausnahmsweise können sie ihr erlassen werden. |
2 | Keine Verfahrenskosten werden Vorinstanzen oder beschwerdeführenden und unterliegenden Bundesbehörden auferlegt; anderen als Bundesbehörden, die Beschwerde führen und unterliegen, werden Verfahrenskosten auferlegt, soweit sich der Streit um vermögensrechtliche Interessen von Körperschaften oder autonomen Anstalten dreht. |
3 | Einer obsiegenden Partei dürfen nur Verfahrenskosten auferlegt werden, die sie durch Verletzung von Verfahrenspflichten verursacht hat. |
4 | Die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender oder der Instruktionsrichter erhebt vom Beschwerdeführer einen Kostenvorschuss in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten. Zu dessen Leistung ist dem Beschwerdeführer eine angemessene Frist anzusetzen unter Androhung des Nichteintretens. Wenn besondere Gründe vorliegen, kann auf die Erhebung des Kostenvorschusses ganz oder teilweise verzichtet werden.102 |
4bis | Die Spruchgebühr richtet sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien. Sie beträgt: |
a | in Streitigkeiten ohne Vermögensinteresse 100-5000 Franken; |
b | in den übrigen Streitigkeiten 100-50 000 Franken.103 |
5 | Der Bundesrat regelt die Bemessung der Gebühren im Einzelnen.104 Vorbehalten bleiben Artikel 16 Absatz 1 Buchstabe a des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005105 und Artikel 73 des Strafbehördenorganisationsgesetzes vom 19. März 2010106.107 |

SR 173.320.2 Reglement vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE) VGKE Art. 1 Verfahrenskosten - 1 Die Kosten der Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (Gericht) setzen sich zusammen aus der Gerichtsgebühr und den Auslagen. |
|
1 | Die Kosten der Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (Gericht) setzen sich zusammen aus der Gerichtsgebühr und den Auslagen. |
2 | Mit der Gerichtsgebühr sind die Kosten für das Kopieren von Rechtsschriften und der für Dienstleistungen normalerweise anfallende Verwaltungsaufwand wie Personal-, Raum- und Materialkosten sowie Post-, Telefon- und Telefaxspesen abgegolten. |
3 | Auslagen sind insbesondere die Kosten für Übersetzungen und für die Beweiserhebung. Die Kosten für Übersetzungen werden nicht verrechnet, wenn es sich um Übersetzungen zwischen Amtssprachen handelt. |

SR 173.320.2 Reglement vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE) VGKE Art. 3 Gerichtsgebühr in Streitigkeiten ohne Vermögensinteresse - In Streitigkeiten ohne Vermögensinteresse beträgt die Gerichtsgebühr: |
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a | bei einzelrichterlicher Streiterledigung: 200-3000 Franken; |
b | in den übrigen Fällen: 200-5000 Franken. |

SR 172.021 Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG) - Verwaltungsverfahrensgesetz VwVG Art. 65 - 1 Die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender oder der Instruktionsrichter befreit nach Einreichung der Beschwerde eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint.112 |
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1 | Die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender oder der Instruktionsrichter befreit nach Einreichung der Beschwerde eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint.112 |
2 | Wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, bestellt die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender oder der Instruktionsrichter der Partei einen Anwalt.113 |
3 | Die Haftung für Kosten und Honorar des Anwalts bestimmt sich nach Artikel 64 Absätze 2-4. |
4 | Gelangt die bedürftige Partei später zu hinreichenden Mitteln, so ist sie verpflichtet, Honorar und Kosten des Anwalts an die Körperschaft oder autonome Anstalt zu vergüten, die sie bezahlt hat. |
5 | Der Bundesrat regelt die Bemessung von Honorar und Kosten.114 Vorbehalten bleiben Artikel 16 Absatz 1 Buchstabe a des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005115 und Artikel 73 des Strafbehördenorganisationsgesetzes vom 19. März 2010116.117 |
10.2 Demgemäss ist auch das Gesuch um amtliche Rechtsverbeiständung gutzuheissen (aArt. 110a Abs. 1 Bst. a

SR 142.31 Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG) AsylG Art. 110a |

SR 173.320.2 Reglement vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE) VGKE Art. 12 Amtlich bestellte Anwältinnen und Anwälte - Für amtlich bestellte Anwältinnen und Anwälte sind die Artikel 8-11 sinngemäss anwendbar. |

SR 173.320.2 Reglement vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE) VGKE Art. 10 - 1 Das Anwaltshonorar und die Entschädigung für eine nichtanwaltliche berufsmässige Vertretung werden nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters oder der Vertreterin bemessen. |
|
1 | Das Anwaltshonorar und die Entschädigung für eine nichtanwaltliche berufsmässige Vertretung werden nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters oder der Vertreterin bemessen. |
2 | Der Stundenansatz beträgt für Anwälte und Anwältinnen mindestens 200 und höchstens 400 Franken, für nichtanwaltliche Vertreter und Vertreterinnen mindestens 100 und höchstens 300 Franken. In diesen Stundenansätzen ist die Mehrwertsteuer nicht enthalten. |
3 | Bei Streitigkeiten mit Vermögensinteresse kann das Anwaltshonorar oder die Entschädigung für eine nichtanwaltliche berufsmässige Vertretung angemessen erhöht werden. |
(Dispositiv nächste Seite)
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung werden gutgeheissen. RA MLaw Roman Schuler wird als amtlicher Rechtsbeistand eingesetzt.
3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
4.
Dem amtlichen Rechtsbeistand wird vom Bundesverwaltungsgericht ein Honorar in der Höhe von Fr. 3'506.- ausgerichtet.
5.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale Migrationsbehörde.
Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:
Gabriela Freihofer Linda Mombelli-Härter
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