S. 177 / Nr. 43 Strassenverkehr (f)

BGE 79 IV 177

43. Extrait de l'arrêt de la Cour de cassation pénale du 20 novembre 1953 dans
la cause Kübli contre Ministère publie du canton de Neuchâtel.


Seite: 177
Regeste:
Infraction aux devoirs en cas d'accident.
Quand l'infraction est-elle grave selon l'art. 60 al. 2
SR 748.0 LFG Bundesgesetz vom 21. Dezember 1948 über die Luftfahrt (Luftfahrtgesetz, LFG) - Luftfahrtgesetz

Art. 60  
  1.   Folgende Personen bedürfen zur Ausübung ihrer Tätigkeit in der Zivilluftfahrt einer Erlaubnis des BAZL beziehungsweise in der Militärluftfahrt einer Erlaubnis der MAA: [1]
a.   die Führer von Luftfahrzeugen;
b.   das zur Führung eines Luftfahrzeuges erforderliche Hilfspersonal, insbesondere Navigatoren, Bordfunker und Bordmechaniker;
c.   Personen, die Luftfahrtpersonal ausbilden;
d.   das Flugsicherungspersonal. [2]
  1bis.   Die Erlaubnis wird befristet. [3]
  2.   Der Bundesrat bestimmt, welche Kategorien des übrigen Luftfahrtpersonals für die Ausübung ihrer Tätigkeit einer Erlaubnis bedürfen.
  3.   Er erlässt die Vorschriften über die Erteilung, die Erneuerung und den Entzug der Erlaubnis.
 
[1] Fassung gemäss Anhang Ziff. 5 des BG vom 18. März 2022, in Kraft seit 1. Aug. 2023 (AS 2022 725; BBl 2021 2198).
[2] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 1. Okt. 2010, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1119; BBl 2009 4915).
[3] Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 1. Okt. 2010, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1119; BBl 2009 4915).
LA?
Pflichtwidriges Verhalten bei Unfall. Wann ist der Fall schwer im Sinne des
Art. 60 Abs. 2 MFG?
Trasgressione dei doveri in caso d'infortunio. Quando la trasgressione è grave
a norma dell'art. 60
SR 748.0 LFG Bundesgesetz vom 21. Dezember 1948 über die Luftfahrt (Luftfahrtgesetz, LFG) - Luftfahrtgesetz

Art. 60  
  1.   Folgende Personen bedürfen zur Ausübung ihrer Tätigkeit in der Zivilluftfahrt einer Erlaubnis des BAZL beziehungsweise in der Militärluftfahrt einer Erlaubnis der MAA: [1]
a.   die Führer von Luftfahrzeugen;
b.   das zur Führung eines Luftfahrzeuges erforderliche Hilfspersonal, insbesondere Navigatoren, Bordfunker und Bordmechaniker;
c.   Personen, die Luftfahrtpersonal ausbilden;
d.   das Flugsicherungspersonal. [2]
  1bis.   Die Erlaubnis wird befristet. [3]
  2.   Der Bundesrat bestimmt, welche Kategorien des übrigen Luftfahrtpersonals für die Ausübung ihrer Tätigkeit einer Erlaubnis bedürfen.
  3.   Er erlässt die Vorschriften über die Erteilung, die Erneuerung und den Entzug der Erlaubnis.
 
[1] Fassung gemäss Anhang Ziff. 5 des BG vom 18. März 2022, in Kraft seit 1. Aug. 2023 (AS 2022 725; BBl 2021 2198).
[2] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 1. Okt. 2010, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1119; BBl 2009 4915).
[3] Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 1. Okt. 2010, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1119; BBl 2009 4915).
cp. 2 LA?

Le 6 avril 1953 vers 23 h. 55, à Neuchâtel, Kübli, qui était pris de boisson,
descendait l'avenue de la Gare, large de 7 m 90, au volant de sa voiture
automobile, à une vitesse d'au moins 50 km/h. Roulant à gauche, il heurta des
chevaux du cirque Pilatus, que des employés de ce dernier menaient à la gare
et qui tenaient l'extrême droite de la chaussée. Il en renversa quatre, dont
un dut être abattu; un des employés fut légèrement blessé. Au lieu de
s'arrêter, Kübli prit la fuite et rentra chez lui, à Môtiers, où, quelques
minutes plus tard, il fut interrogé par la police cantonale.
Kübli a été condamné par le juge cantonal à 45 jours d'arrêts et à 80 fr.
d'amende en vertu des art. 58 al. 1
SR 748.0 LFG Bundesgesetz vom 21. Dezember 1948 über die Luftfahrt (Luftfahrtgesetz, LFG) - Luftfahrtgesetz

Art. 58 [1]  
  1.   Die Lufttüchtigkeit der im schweizerischen Luftfahrzeugregister eingetragenen Luftfahrzeuge sowie die Lärmentwicklung und Schadstoffemission der Luftfahrzeuge mit motorischem Antrieb sind zu prüfen. [2]
  2.   Das UVEK erlässt Bestimmungen über die Anforderungen an die Lufttüchtigkeit sowie über die Begrenzung der Lärm- und Schadstoffemissionen der Luftfahrzeuge mit motorischem Antrieb. [3]
  3.   Das BAZL erlässt eine Prüfordnung. Es bestimmt, welche Geräte, die nicht Luftfahrzeuge sind, einer entsprechenden Prüfung unterliegen.
  4.   Die Kosten der Prüfung trägt der Antragsteller.
 
[1] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 17. Dez. 1971, in Kraft seit 1. Jan. 1974 (AS 1973 1738; BBl 1971 I 266).
[2] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 18. Juni 1993, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3010; BBl 1992 I 607).
[3] Fassung gemäss Anh. Ziff. II 8 des BG vom 22. März 2002 über die Anpassung von Organisationsbestimmungen des Bundesrechts, in Kraft seit 1. Febr. 2003 (AS 2003 187; BBl 2001 3845).
(infraction aux art. 25 al. 1 et 26 al.
1
SR 748.0 LFG Bundesgesetz vom 21. Dezember 1948 über die Luftfahrt (Luftfahrtgesetz, LFG) - Luftfahrtgesetz

Art. 26 [1]  
  1.   Die Kommission erstellt über jede Untersuchung einen Bericht. Dieser ist keine Verfügung und kann nicht angefochten werden.
  2.   Das Sekretariat kann zur Aufklärung des Sachverhalts anordnen:
a.   die Vorladung von Personen, die sachdienliche Auskünfte geben können;
b.   Hausdurchsuchungen sowie die Durchsuchung von Dokumenten, Aufzeichnungen, Personen und Gegenständen;
c.   Beschlagnahmungen;
d.   medizinische Untersuchungen wie Blut- und Urinproben;
e.   Autopsien;
f.   die Auswertung der Daten von Aufzeichnungsgeräten;
g.   das Einholen von Gutachten.
  3.   Greift das Sekretariat in Rechte oder Pflichten ein, so erlässt es Verfügungen. Soweit dieses Gesetz keine abweichenden Bestimmungen enthält, ist das Verwaltungsverfahrensgesetz vom 20. Dezember 1968 [2] anwendbar.
  4.   Gegen die durch das Sekretariat im Rahmen der Untersuchung erlassenen Verfügungen kann innerhalb von 10 Tagen bei der Kommission Einsprache erhoben werden.
  5.   Die Kommission betreibt ein System zur Qualitätssicherung. Insbesondere sorgt sie dafür, dass die Eingaben aller Beteiligten angemessen gewürdigt werden.
  6.   Der Bundesrat regelt das Verfahren, insbesondere die Zwangsmassnahmen und die Veröffentlichung der Berichte.
 
[1] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 16. Juni 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5607; BBl 2016 7133).
[2] SR 172.021
), 59 al. 1
SR 748.0 LFG Bundesgesetz vom 21. Dezember 1948 über die Luftfahrt (Luftfahrtgesetz, LFG) - Luftfahrtgesetz

Art. 59  
  1.   Jedes im schweizerischen Luftraume verkehrende Luftfahrzeug hat deutliche Kennzeichen zu tragen.
  2.   Das BAZL bestimmt die Art der Kennzeichen, soweit diese nicht durch zwischenstaatliche Vereinbarungen festgesetzt sind.
, 60 al. 2
SR 748.0 LFG Bundesgesetz vom 21. Dezember 1948 über die Luftfahrt (Luftfahrtgesetz, LFG) - Luftfahrtgesetz

Art. 60  
  1.   Folgende Personen bedürfen zur Ausübung ihrer Tätigkeit in der Zivilluftfahrt einer Erlaubnis des BAZL beziehungsweise in der Militärluftfahrt einer Erlaubnis der MAA: [1]
a.   die Führer von Luftfahrzeugen;
b.   das zur Führung eines Luftfahrzeuges erforderliche Hilfspersonal, insbesondere Navigatoren, Bordfunker und Bordmechaniker;
c.   Personen, die Luftfahrtpersonal ausbilden;
d.   das Flugsicherungspersonal. [2]
  1bis.   Die Erlaubnis wird befristet. [3]
  2.   Der Bundesrat bestimmt, welche Kategorien des übrigen Luftfahrtpersonals für die Ausübung ihrer Tätigkeit einer Erlaubnis bedürfen.
  3.   Er erlässt die Vorschriften über die Erteilung, die Erneuerung und den Entzug der Erlaubnis.
 
[1] Fassung gemäss Anhang Ziff. 5 des BG vom 18. März 2022, in Kraft seit 1. Aug. 2023 (AS 2022 725; BBl 2021 2198).
[2] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 1. Okt. 2010, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1119; BBl 2009 4915).
[3] Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 1. Okt. 2010, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1119; BBl 2009 4915).
LA et 68 CP. La publication du jugement a en outre été
ordonnée. Il s'est pourvu en nullité devant le Tribunal fédéral. Il alléguait
notamment que les premiers juges lui auraient à tort appliqué l'al. 2 de
l'art. 60
SR 748.0 LFG Bundesgesetz vom 21. Dezember 1948 über die Luftfahrt (Luftfahrtgesetz, LFG) - Luftfahrtgesetz

Art. 60  
  1.   Folgende Personen bedürfen zur Ausübung ihrer Tätigkeit in der Zivilluftfahrt einer Erlaubnis des BAZL beziehungsweise in der Militärluftfahrt einer Erlaubnis der MAA: [1]
a.   die Führer von Luftfahrzeugen;
b.   das zur Führung eines Luftfahrzeuges erforderliche Hilfspersonal, insbesondere Navigatoren, Bordfunker und Bordmechaniker;
c.   Personen, die Luftfahrtpersonal ausbilden;
d.   das Flugsicherungspersonal. [2]
  1bis.   Die Erlaubnis wird befristet. [3]
  2.   Der Bundesrat bestimmt, welche Kategorien des übrigen Luftfahrtpersonals für die Ausübung ihrer Tätigkeit einer Erlaubnis bedürfen.
  3.   Er erlässt die Vorschriften über die Erteilung, die Erneuerung und den Entzug der Erlaubnis.
 
[1] Fassung gemäss Anhang Ziff. 5 des BG vom 18. März 2022, in Kraft seit 1. Aug. 2023 (AS 2022 725; BBl 2021 2198).
[2] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 1. Okt. 2010, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1119; BBl 2009 4915).
[3] Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 1. Okt. 2010, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1119; BBl 2009 4915).
LA au lieu de l'al. 1. Sur ce point, le Tribunal fédéral s'est
exprimé comme il suit:
Le conducteur d'un véhicule automobile ou d'un cycle impliqué dans un accident
doit s'arrêter aussitôt; s'il y a

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des blessés, il doit offrir son assistance, pourvoir aux secours et aviser le
poste de police le plus proche, en indiquant le lieu de son domicile et de
séjour; s'il n'y a que des dégâts matériels, il est tenu d'aviser
immédiatement le lésé ou le poste de police le plus proche et de donner les
mêmes indications (art. 36
SR 748.0 LFG Bundesgesetz vom 21. Dezember 1948 über die Luftfahrt (Luftfahrtgesetz, LFG) - Luftfahrtgesetz

Art. 36 [1]  
  1.   Der Bundesrat erlässt nähere Vorschriften über Bau und Betrieb von Flugplätzen.
  2.   Er kann die Zahl der Wasserflugplätze beschränken.
 
[1] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 8. Okt. 1999, in Kraft seit 1. Aug. 2001 (AS 2001 1678; BBl 1998 5596).
LA). L'art. 60 al. 1
SR 748.0 LFG Bundesgesetz vom 21. Dezember 1948 über die Luftfahrt (Luftfahrtgesetz, LFG) - Luftfahrtgesetz

Art. 60  
  1.   Folgende Personen bedürfen zur Ausübung ihrer Tätigkeit in der Zivilluftfahrt einer Erlaubnis des BAZL beziehungsweise in der Militärluftfahrt einer Erlaubnis der MAA: [1]
a.   die Führer von Luftfahrzeugen;
b.   das zur Führung eines Luftfahrzeuges erforderliche Hilfspersonal, insbesondere Navigatoren, Bordfunker und Bordmechaniker;
c.   Personen, die Luftfahrtpersonal ausbilden;
d.   das Flugsicherungspersonal. [2]
  1bis.   Die Erlaubnis wird befristet. [3]
  2.   Der Bundesrat bestimmt, welche Kategorien des übrigen Luftfahrtpersonals für die Ausübung ihrer Tätigkeit einer Erlaubnis bedürfen.
  3.   Er erlässt die Vorschriften über die Erteilung, die Erneuerung und den Entzug der Erlaubnis.
 
[1] Fassung gemäss Anhang Ziff. 5 des BG vom 18. März 2022, in Kraft seit 1. Aug. 2023 (AS 2022 725; BBl 2021 2198).
[2] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 1. Okt. 2010, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1119; BBl 2009 4915).
[3] Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 1. Okt. 2010, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1119; BBl 2009 4915).
LA réprime la violation de ces
obligations d'une amende de 1000 fr. au plus; dans les cas graves ou s'il y a
récidive, la peine est, d'après l'al. 2 combiné avec l'art. 333 al. 2
SR 311.0 StGB Schweizerisches Strafgesetzbuch vom 21. Dezember 1937

Art. 333  
  1.   Die allgemeinen Bestimmungen dieses Gesetzes finden auf Taten, die in andern Bundesgesetzen mit Strafe bedroht sind, insoweit Anwendung, als diese Bundesgesetze nicht selbst Bestimmungen aufstellen.
  2.   In den anderen Bundesgesetzen werden ersetzt:
a.   Zuchthaus durch Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr;
b.   Gefängnis durch Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe;
c.   Gefängnis unter sechs Monaten durch Geldstrafe, wobei einem Monat Freiheitsstrafe 30 Tagessätze Geldstrafe zu höchstens 3000 Franken entsprechen.
  3.   Wird Haft oder Busse oder Busse allein als Höchststrafe angedroht, so liegt eine Übertretung vor. Die Artikel 106 und 107 sind anwendbar. Vorbehalten bleibt Artikel 8 des Bundesgesetzes vom 22. März 1974 [1] über das Verwaltungsstrafrecht. Eine Übertretung ist die Tat auch dann, wenn sie in einem anderen Bundesgesetz, welches vor 1942 in Kraft getreten ist, mit einer Gefängnisstrafe bedroht ist, die drei Monate nicht übersteigt.
  4.   Vorbehalten sind die von Absatz 2 abweichenden Strafdauern und Artikel 41 sowie die von Artikel 106 abweichenden Bussenbeträge.
  5.   Droht ein anderes Bundesgesetz für ein Verbrechen oder Vergehen Busse an, so ist Artikel 34 anwendbar. Von Artikel 34 abweichende Bemessungsregeln sind nicht anwendbar. Vorbehalten bleibt Artikel 8 des Bundesgesetzes vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht. Ist die Busse auf eine Summe unter 1 080 000 Franken begrenzt, so fällt diese Begrenzung dahin. Ist die angedrohte Busse auf eine Summe über 1 080 000 Franken begrenzt, so wird diese Begrenzung beibehalten. In diesem Fall ergibt der bisher angedrohte Bussenhöchstbetrag geteilt durch 3000 die Höchstzahl der Tagessätze.
  6.   ... [2]
  6bis.   Wird eine Tat mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe mit einer Mindestanzahl Tagessätzen bedroht, so gilt diese Untergrenze auch für die Mindestanzahl Tage Freiheitsstrafe. [3]
  7.   Die in andern Bundesgesetzen unter Strafe gestellten Übertretungen sind strafbar, auch wenn sie fahrlässig begangen werden, sofern nicht nach dem Sinne der Vorschrift nur die vorsätzliche Begehung mit Strafe bedroht ist.
 
[1] SR 313.0
[2] Aufgehoben durch Ziff. I 5 des BG vom 17. Dez. 2021 über die Anpassung des Nebenstrafrechts an das geänderte Sanktionenrecht, mit Wirkung seit 1. Juli 2023 (AS 2023 254; BBl 2018 2827).
[3] Eingefügt durch Ziff. I 1 des BG vom 17. Dez. 2021 über die Harmonisierung der Strafrahmen, in Kraft seit 1. Juli 2023 (AS 2023 259; BBl 2018 2827).
CP, les
arrêts de deux mois au plus ou l'amende de 2000 fr. au maximum. La notion du
cas grave ne peut pas être définie de façon rigide, une fois pour toutes; en
l'interprétant, le juge du fond jouit nécessairement d'une certaine latitude.
Le Tribunal fédéral doit en tenir compte en contrôlant l'application de la loi
(RO 73 IV 113).
La Cour neuchâteloise a estimé le cas de Kübli analogue à celui qui fait
l'objet de l'arrêt cité. Le recourant objecte qu'il a été interrogé par la
police peu après l'accident, alors que, dans cette affaire, le coupable
n'avait été découvert que quatre jours plus tard. C'est là que réside, à son
avis, le point décisif: l'infraction serait grave lorsque, ayant laissé
s'écouler plusieurs jours sans réagir, l'auteur a révélé la volonté de se
soustraire à ses responsabilités. S'il n'est pas utilisé pour donner l'avis
prescrit par l'art. 36
SR 748.0 LFG Bundesgesetz vom 21. Dezember 1948 über die Luftfahrt (Luftfahrtgesetz, LFG) - Luftfahrtgesetz

Art. 36 [1]  
  1.   Der Bundesrat erlässt nähere Vorschriften über Bau und Betrieb von Flugplätzen.
  2.   Er kann die Zahl der Wasserflugplätze beschränken.
 
[1] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 8. Okt. 1999, in Kraft seit 1. Aug. 2001 (AS 2001 1678; BBl 1998 5596).
LA, l'écoulement du temps est assurément une
circonstance qui aggrave le cas de l'auteur. On ne saurait toutefois en faire
le critère de distinction entre les deux premiers alinéas de l'art. 60, car le
conducteur que la police découvre quelques heures après l'accident ne
tomberait jamais sous le coup de l'art. 60 al. 2, dès lors qu'il nierait
s'être eufui dans le dessein d'échapper aux conséquences de son acte. En
l'espèce Kübli a été interrogé par la police à son arrivée à Môtiers, non
parce qu'il se serait présenté spontanément ait poste, mais parce que, des
témoins de l'accident ayant noté le numéro de ses plaques de contrôle, la
gendarmerie de Môtiers a été immédiatement alertée. Il ne peut donc pas tirer
argument de la date de son premier interrogatoire

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pour écarter le reproche que lui adresse l'arrêt attaqué d'avoir cherché à
éluder ses responsabilités.
Kübli a remarqué qu'il renversait un des hommes qui accompagnaient les
chevaux. Aussi devait-il supposer qu'il y avait un blessé. Il lui incombait
dès lors non seulement de s'arrêter, mais encore d'offrir son assistance, de
pourvoir aux secours et d'aviser le poste de police le plus proche. Il ne
s'est acquitté d'aucun de ces devoirs. Or, il suffit d'enfreindre un seul
d'entre eux pour être punissable la violation de plusieurs est évidemment un
facteur d'aggravation.
Au surplus, les art. 36
SR 748.0 LFG Bundesgesetz vom 21. Dezember 1948 über die Luftfahrt (Luftfahrtgesetz, LFG) - Luftfahrtgesetz

Art. 36 [1]  
  1.   Der Bundesrat erlässt nähere Vorschriften über Bau und Betrieb von Flugplätzen.
  2.   Er kann die Zahl der Wasserflugplätze beschränken.
 
[1] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 8. Okt. 1999, in Kraft seit 1. Aug. 2001 (AS 2001 1678; BBl 1998 5596).
et 60
SR 748.0 LFG Bundesgesetz vom 21. Dezember 1948 über die Luftfahrt (Luftfahrtgesetz, LFG) - Luftfahrtgesetz

Art. 60  
  1.   Folgende Personen bedürfen zur Ausübung ihrer Tätigkeit in der Zivilluftfahrt einer Erlaubnis des BAZL beziehungsweise in der Militärluftfahrt einer Erlaubnis der MAA: [1]
a.   die Führer von Luftfahrzeugen;
b.   das zur Führung eines Luftfahrzeuges erforderliche Hilfspersonal, insbesondere Navigatoren, Bordfunker und Bordmechaniker;
c.   Personen, die Luftfahrtpersonal ausbilden;
d.   das Flugsicherungspersonal. [2]
  1bis.   Die Erlaubnis wird befristet. [3]
  2.   Der Bundesrat bestimmt, welche Kategorien des übrigen Luftfahrtpersonals für die Ausübung ihrer Tätigkeit einer Erlaubnis bedürfen.
  3.   Er erlässt die Vorschriften über die Erteilung, die Erneuerung und den Entzug der Erlaubnis.
 
[1] Fassung gemäss Anhang Ziff. 5 des BG vom 18. März 2022, in Kraft seit 1. Aug. 2023 (AS 2022 725; BBl 2021 2198).
[2] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 1. Okt. 2010, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1119; BBl 2009 4915).
[3] Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 1. Okt. 2010, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1119; BBl 2009 4915).
LA visent déjà le conducteur d'une automobile
qui est simplement «impliquée dans un accident»; ces mots n'ont aucun rapport
avec la culpabilité (rem. à l'art. 28 de l'avant-projet de 1930). Si le
conducteur n'a pas pu ne pas se rendre compte que sa responsabilité était
engagée, on est en présence, sauf circonstances exceptionnelles, d'un cas
grave au sens de l'art. 60 al. 2, du moins lorsque, sachant qu'il a pu blesser
un tiers, il ne prend aucune des mesures prescrites par l'art. 36
SR 748.0 LFG Bundesgesetz vom 21. Dezember 1948 über die Luftfahrt (Luftfahrtgesetz, LFG) - Luftfahrtgesetz

Art. 36 [1]  
  1.   Der Bundesrat erlässt nähere Vorschriften über Bau und Betrieb von Flugplätzen.
  2.   Er kann die Zahl der Wasserflugplätze beschränken.
 
[1] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 8. Okt. 1999, in Kraft seit 1. Aug. 2001 (AS 2001 1678; BBl 1998 5596).
. Il en est
précisément ainsi en l'occurrence. Les juridictions cantonales ont donc eu
raison d'appliquer l'al. 2 de l'art. 60
SR 748.0 LFG Bundesgesetz vom 21. Dezember 1948 über die Luftfahrt (Luftfahrtgesetz, LFG) - Luftfahrtgesetz

Art. 60  
  1.   Folgende Personen bedürfen zur Ausübung ihrer Tätigkeit in der Zivilluftfahrt einer Erlaubnis des BAZL beziehungsweise in der Militärluftfahrt einer Erlaubnis der MAA: [1]
a.   die Führer von Luftfahrzeugen;
b.   das zur Führung eines Luftfahrzeuges erforderliche Hilfspersonal, insbesondere Navigatoren, Bordfunker und Bordmechaniker;
c.   Personen, die Luftfahrtpersonal ausbilden;
d.   das Flugsicherungspersonal. [2]
  1bis.   Die Erlaubnis wird befristet. [3]
  2.   Der Bundesrat bestimmt, welche Kategorien des übrigen Luftfahrtpersonals für die Ausübung ihrer Tätigkeit einer Erlaubnis bedürfen.
  3.   Er erlässt die Vorschriften über die Erteilung, die Erneuerung und den Entzug der Erlaubnis.
 
[1] Fassung gemäss Anhang Ziff. 5 des BG vom 18. März 2022, in Kraft seit 1. Aug. 2023 (AS 2022 725; BBl 2021 2198).
[2] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 1. Okt. 2010, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1119; BBl 2009 4915).
[3] Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 1. Okt. 2010, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1119; BBl 2009 4915).
LA.
79 IV 177 01. Januar 1953 20. November 1953 Bundesgericht 79 IV 177 BGE - Strafrecht und Strafvollzug

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