S. 180 / Nr. 40 Strafgesetzbuch (d)
BGE 71 IV 180
40. Auszug aus dem Urteil des Kassationshofes vom 21. September 1945 i. S.
Portmann gegen Statthalteramt Entlebuch.
Regeste:
Art. 133
StGB. Raufhandel erfordert mindestens drei Beteiligte.
Art. 133 CP. Le délit de participation à une rixe suppose la présence d'au
moins trois participants.
Art. 133 CP. La partecipazione ad una rissa richiede la presenza di almeno tre
partecipanti.
Aus den Erwägungen:
Nach Art. 133
StGB ist strafbar, wer sich an einem Raufhandel beteiligt, der
den Tod oder eine Körperverletzung eines Beteiligten zur Folge hat, sofern er
nicht bloss abwehrt oder die Streitenden scheidet. Diese Bestimmung, die den
Randtitel «Beteiligung an einem Raufhandel» trägt und unter die Vorschriften
über «strafbare Handlungen gegen Leib und Leben» eingereiht ist, wo sie unter
Ziffer 4 zu den Bestimmungen über die «Gefährdung des Lebens und der
Gesundheit» gehört, wurde erlassen, weil es oft schwierig oder unmöglich ist,
festzustellen, wer für den Tod oder die Körperverletzungen, welche im
Raufhandel verursacht werden, verantwortlich ist. Unbekümmert um diese
Verantwortlichkeit soll daher schon bestraft werden, wer sich am Raufhandel
beteiligt. Als Raufhandel kommt daher nur eine Schlägerei in Betracht, die
ihrer Natur nach die erwähnte Schwierigkeit der Feststellung des Tatbestandes
in sich birgt. Das ist nur der Fall, wenn
Seite: 181
mindestens drei Personen daran beteiligt sind. Sind bloss zwei beteiligt, so
kommt stets nur einer als Urheber der dem anderen zugefügten Verletzungen in
Frage und kann auch nur der eine für den Tod des andern verantwortlich sein.
In diesen Fällen besteht nicht Anlass, die Bestimmung über Raufhandel
anzuwenden; die Vorschriften über Tötung (Art. 111
-113
, 117
StGB) oder
Körperverletzung (Art. 122
-125
StGB) genügen für die Bestrafung des Täters.
Dass Art. 133
StGB nur den Sinn einer subsidiären Bestimmung hat, ergibt sich
aus seiner Stellung im Gesetz. Raufhandel gilt nicht wie die Verbrechen und
Vergehen der Tötung und der Körperverletzung als Verletzungs-, sondern als
Gefährdungsdelikt. Wer ein Rechtsgut nicht bloss gefährdet, sondern verletzt,
wird nicht nach der Bestimmung über die Gefährdung, sondern nach derjenigen
über die Verletzung bestraft. Für Raufhandel ist denn auch geringere Strafe
angedroht als für die meisten der in Frage kommenden Verletzungsdelikte. Art.
133 droht im grossen und ganzen gleiche Strafe an wie die mildesten der bei
Verletzung von Leib oder Leben zur Anwendung kommenden Bestimmungen: wie jene
über leichte Fälle einfacher Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 Satz 2
in Verbindung mit Art. 66) und wie jene über fahrlässige Körperverletzung
(Art. 125). Wohl ist die Strafe der Tätlichkeiten (Art. 126) milder. Wenn aber
beide Beteiligte bloss Tätlichkeiten verüben, ist die Bestimmung über
Raufhandel schon deshalb nicht anwendbar, weil sie voraussetzt, dass jemand
getötet oder verletzt worden ist. Und wenn bloss einer der Beteiligten
Tätlichkeiten, der andere dagegen eine Körperverletzung erleidet, so dass an
sich Art. 133 angewendet werden könnte, kann doch der gerecht denkende
Gesetzgeber den; der bloss die Tätlichkeiten verübt hat, unmöglich nach der
strengeren Bestimmung über Raufhandel bestrafen wollen, weil er wegen der
Schlägerei für die Verletzung seines eigenen Leibes mitverantwortlich sei;
sich selber der Gefahr der
Seite: 182
Verprügelung auszusetzen, steht jedem frei; Art. 133 ist erlassen, weil man
nicht durch Beteiligung an einem Raufhandel andere der Gefahr aussetzen soll.
Derjenige aber, der für die Verletzung verantwortlich ist, kommt nach der
Bestimmung über das Verletzungsdelikt nicht besser weg als nach jener über
Raufhandel. Das Gegenteil ist in der Regel der Fall, und das ist recht. Dass
nach Ansicht des Gesetzgebers der Urheber einer Tötung oder Körperverletzung
weniger streng bestraft werden solle, wenn er diesen Erfolg im Raufhandel
verschuldet, als wenn er es ausserhalb eines solchen tut, ist nicht denkbar.
Wo zum vornherein gewiss ist, wer den Gegner verletzt hat, wie dies der Fall
ist, wenn bloss zwei an der Schlägerei beteiligt sind, besteht daher kein
Grund, die Bestimmung über Raufhandel anzuwenden.
Auch der Umstand, dass Raufhandel von Amtes wegen verfolgt wird,
Körperverletzung dagegen in gewissen Fällen nur auf Antrag (Art. 123 Ziff. 1
Abs. 1
, Art. 126 Abs. 1
StGB), vermag die Anwendung der Bestimmung über
Raufhandel in den Fällen tätlichen Streites zwischen bloss zwei Personen nicht
zu begründen. Raufhandel wird von Amtes wegen verfolgt, weil von den
Beteiligten, die sich durch ihre Beteiligung selber auch strafbar gemacht
haben, nicht ohne weiteres erwartet werden kann, dass sie Strafantrag stellen
(vgl. BGE 70 IV 129). Wenn von zwei Streitenden nicht jeder schon wegen seiner
Beteiligung an der Schlägerei bestraft wird, ist dagegen in der Regel nicht zu
befürchten, dass der Verletzte aus Furcht vor Strafe nicht Strafantrag zu
stellen wage, wo sein Interesse es erfordert. Wird die Bestimmung über
Raufhandel nicht angewendet, so entfällt also der Grund, die Strafverfolgung
unter allen Umständen von Amtes wegen durchzuführen.
Es entspricht denn auch nicht dem allgemeinen Sprachgebrauch, von einem
Raufhandel zu sprechen, wenn bloss zwei miteinander handgreiflich werden;
höchstens passt für diesen Fall der Ausdruck Rauferei. Auch die Ausdrücke
«rixe» und «rissa», welche in den beiden romanischen
Seite: 183
Texten verwendet werden, stehen mit dieser Auslegung des Gesetzes im Einklang.
Portmann hätte somit nicht nach der Bestimmung über Raufhandel, sondern nach
den Vorschriften über Körperverletzung (Art. 123
-126
StGB) bestraft werden
sollen.
BGE 71 IV 180
40. Auszug aus dem Urteil des Kassationshofes vom 21. September 1945 i. S.
Portmann gegen Statthalteramt Entlebuch.
Regeste:
Art. 133
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 133 [1] |
||||||
| Quiconque prend part à une rixe entraînant la mort d'une personne ou une lésion corporelle est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. | ||||||
| N'est pas punissable quiconque se borne à repousser une attaque, à défendre autrui ou à séparer les combattants. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
Art. 133 CP. Le délit de participation à une rixe suppose la présence d'au
moins trois participants.
Art. 133 CP. La partecipazione ad una rissa richiede la presenza di almeno tre
partecipanti.
Aus den Erwägungen:
Nach Art. 133
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 133 [1] |
||||||
| Quiconque prend part à une rixe entraînant la mort d'une personne ou une lésion corporelle est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. | ||||||
| N'est pas punissable quiconque se borne à repousser une attaque, à défendre autrui ou à séparer les combattants. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
den Tod oder eine Körperverletzung eines Beteiligten zur Folge hat, sofern er
nicht bloss abwehrt oder die Streitenden scheidet. Diese Bestimmung, die den
Randtitel «Beteiligung an einem Raufhandel» trägt und unter die Vorschriften
über «strafbare Handlungen gegen Leib und Leben» eingereiht ist, wo sie unter
Ziffer 4 zu den Bestimmungen über die «Gefährdung des Lebens und der
Gesundheit» gehört, wurde erlassen, weil es oft schwierig oder unmöglich ist,
festzustellen, wer für den Tod oder die Körperverletzungen, welche im
Raufhandel verursacht werden, verantwortlich ist. Unbekümmert um diese
Verantwortlichkeit soll daher schon bestraft werden, wer sich am Raufhandel
beteiligt. Als Raufhandel kommt daher nur eine Schlägerei in Betracht, die
ihrer Natur nach die erwähnte Schwierigkeit der Feststellung des Tatbestandes
in sich birgt. Das ist nur der Fall, wenn
Seite: 181
mindestens drei Personen daran beteiligt sind. Sind bloss zwei beteiligt, so
kommt stets nur einer als Urheber der dem anderen zugefügten Verletzungen in
Frage und kann auch nur der eine für den Tod des andern verantwortlich sein.
In diesen Fällen besteht nicht Anlass, die Bestimmung über Raufhandel
anzuwenden; die Vorschriften über Tötung (Art. 111
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 111 [1] |
||||||
| Quiconque tue une personne intentionnellement est puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au moins, en tant que les conditions prévues aux articles suivants ne sont pas réalisées. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 113 [1] |
||||||
| Si l'auteur tue alors qu'il est en proie à une émotion violente que les circonstances rendent excusable, ou qu'il est au moment de l'acte dans un état de profond désarroi, il est puni d'une peine privative de liberté d'un à dix ans. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 117 [1] |
||||||
| Quiconque, par négligence, cause la mort d'une personne est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
Körperverletzung (Art. 122
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 122 [1] |
||||||
| Est puni d'une peine privative de liberté d'un à dix ans quiconque, intentionnellement: | ||||||
| blesse une personne de façon à mettre sa vie en danger; | ||||||
| mutile le corps d'une personne, un de ses membres ou un de ses organes importants ou rend ce membre ou cet organe impropre à sa fonction, cause à une personne une incapacité de travail, une infirmité ou une maladie mentale permanentes, ou défigure une personne d'une façon grave et permanente; | ||||||
| fait subir à une personne toute autre atteinte grave à l'intégrité corporelle ou à la santé physique ou mentale. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 125 [1] |
||||||
| Quiconque, par négligence, fait subir à une personne une atteinte à l'intégrité corporelle ou à la santé est, sur plainte, puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. | ||||||
| Si la lésion est grave, l'auteur est poursuivi d'office. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
Dass Art. 133
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 133 [1] |
||||||
| Quiconque prend part à une rixe entraînant la mort d'une personne ou une lésion corporelle est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. | ||||||
| N'est pas punissable quiconque se borne à repousser une attaque, à défendre autrui ou à séparer les combattants. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
aus seiner Stellung im Gesetz. Raufhandel gilt nicht wie die Verbrechen und
Vergehen der Tötung und der Körperverletzung als Verletzungs-, sondern als
Gefährdungsdelikt. Wer ein Rechtsgut nicht bloss gefährdet, sondern verletzt,
wird nicht nach der Bestimmung über die Gefährdung, sondern nach derjenigen
über die Verletzung bestraft. Für Raufhandel ist denn auch geringere Strafe
angedroht als für die meisten der in Frage kommenden Verletzungsdelikte. Art.
133 droht im grossen und ganzen gleiche Strafe an wie die mildesten der bei
Verletzung von Leib oder Leben zur Anwendung kommenden Bestimmungen: wie jene
über leichte Fälle einfacher Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 Satz 2
in Verbindung mit Art. 66) und wie jene über fahrlässige Körperverletzung
(Art. 125). Wohl ist die Strafe der Tätlichkeiten (Art. 126) milder. Wenn aber
beide Beteiligte bloss Tätlichkeiten verüben, ist die Bestimmung über
Raufhandel schon deshalb nicht anwendbar, weil sie voraussetzt, dass jemand
getötet oder verletzt worden ist. Und wenn bloss einer der Beteiligten
Tätlichkeiten, der andere dagegen eine Körperverletzung erleidet, so dass an
sich Art. 133 angewendet werden könnte, kann doch der gerecht denkende
Gesetzgeber den; der bloss die Tätlichkeiten verübt hat, unmöglich nach der
strengeren Bestimmung über Raufhandel bestrafen wollen, weil er wegen der
Schlägerei für die Verletzung seines eigenen Leibes mitverantwortlich sei;
sich selber der Gefahr der
Seite: 182
Verprügelung auszusetzen, steht jedem frei; Art. 133 ist erlassen, weil man
nicht durch Beteiligung an einem Raufhandel andere der Gefahr aussetzen soll.
Derjenige aber, der für die Verletzung verantwortlich ist, kommt nach der
Bestimmung über das Verletzungsdelikt nicht besser weg als nach jener über
Raufhandel. Das Gegenteil ist in der Regel der Fall, und das ist recht. Dass
nach Ansicht des Gesetzgebers der Urheber einer Tötung oder Körperverletzung
weniger streng bestraft werden solle, wenn er diesen Erfolg im Raufhandel
verschuldet, als wenn er es ausserhalb eines solchen tut, ist nicht denkbar.
Wo zum vornherein gewiss ist, wer den Gegner verletzt hat, wie dies der Fall
ist, wenn bloss zwei an der Schlägerei beteiligt sind, besteht daher kein
Grund, die Bestimmung über Raufhandel anzuwenden.
Auch der Umstand, dass Raufhandel von Amtes wegen verfolgt wird,
Körperverletzung dagegen in gewissen Fällen nur auf Antrag (Art. 123 Ziff. 1
Abs. 1
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 123 [1] |
||||||
| Quiconque, intentionnellement, fait subir à une personne une autre atteinte à l'intégrité corporelle ou à la santé est puni sur plainte d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire.Abrogé (2e par.) | ||||||
| L'auteur est poursuivi d'office,s'il fait usage du poison, d'une arme ou d'un objet dangereux,s'il s'en prend à une personne hors d'état de se défendre ou à une personne, notamment à un enfant, dont il a la garde ou sur laquelle il a le devoir de veiller,s'il est le conjoint de la victime et que l'atteinte est commise durant le mariage ou dans l'année qui suit le divorce,s'il est le partenaire enregistré de la victime et que l'atteinte est commise durant le partenariat enregistré ou dans l'année qui suit sa dissolution judiciaire,s'il est le partenaire hétérosexuel ou homosexuel de la victime pour autant qu'ils fassent ménage commun pour une durée indéterminée et que l'atteinte soit commise durant cette période ou dans l'année qui suit la séparation. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 126 [1] |
||||||
| Quiconque se livre sur une personne à des voies de fait qui ne causent ni lésion corporelle ni atteinte à la santé est, sur plainte, puni d'une amende. | ||||||
| La poursuite a lieu d'office si l'auteur agit à réitérées reprises: | ||||||
| contre une personne, notamment un enfant, dont il a la garde ou sur laquelle il a le devoir de veiller; | ||||||
| contre son conjoint durant le mariage ou dans l'année qui suit le divorce; | ||||||
| contre son partenaire durant le partenariat enregistré ou dans l'année qui suit sa dissolution judiciaire; | ||||||
| contre son partenaire hétérosexuel ou homosexuel pour autant qu'ils fassent ménage commun pour une durée indéterminée et que les atteintes soient commises durant cette période ou dans l'année qui suit la séparation. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
Raufhandel in den Fällen tätlichen Streites zwischen bloss zwei Personen nicht
zu begründen. Raufhandel wird von Amtes wegen verfolgt, weil von den
Beteiligten, die sich durch ihre Beteiligung selber auch strafbar gemacht
haben, nicht ohne weiteres erwartet werden kann, dass sie Strafantrag stellen
(vgl. BGE 70 IV 129). Wenn von zwei Streitenden nicht jeder schon wegen seiner
Beteiligung an der Schlägerei bestraft wird, ist dagegen in der Regel nicht zu
befürchten, dass der Verletzte aus Furcht vor Strafe nicht Strafantrag zu
stellen wage, wo sein Interesse es erfordert. Wird die Bestimmung über
Raufhandel nicht angewendet, so entfällt also der Grund, die Strafverfolgung
unter allen Umständen von Amtes wegen durchzuführen.
Es entspricht denn auch nicht dem allgemeinen Sprachgebrauch, von einem
Raufhandel zu sprechen, wenn bloss zwei miteinander handgreiflich werden;
höchstens passt für diesen Fall der Ausdruck Rauferei. Auch die Ausdrücke
«rixe» und «rissa», welche in den beiden romanischen
Seite: 183
Texten verwendet werden, stehen mit dieser Auslegung des Gesetzes im Einklang.
Portmann hätte somit nicht nach der Bestimmung über Raufhandel, sondern nach
den Vorschriften über Körperverletzung (Art. 123
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 123 [1] |
||||||
| Quiconque, intentionnellement, fait subir à une personne une autre atteinte à l'intégrité corporelle ou à la santé est puni sur plainte d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire.Abrogé (2e par.) | ||||||
| L'auteur est poursuivi d'office,s'il fait usage du poison, d'une arme ou d'un objet dangereux,s'il s'en prend à une personne hors d'état de se défendre ou à une personne, notamment à un enfant, dont il a la garde ou sur laquelle il a le devoir de veiller,s'il est le conjoint de la victime et que l'atteinte est commise durant le mariage ou dans l'année qui suit le divorce,s'il est le partenaire enregistré de la victime et que l'atteinte est commise durant le partenariat enregistré ou dans l'année qui suit sa dissolution judiciaire,s'il est le partenaire hétérosexuel ou homosexuel de la victime pour autant qu'ils fassent ménage commun pour une durée indéterminée et que l'atteinte soit commise durant cette période ou dans l'année qui suit la séparation. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 126 [1] |
||||||
| Quiconque se livre sur une personne à des voies de fait qui ne causent ni lésion corporelle ni atteinte à la santé est, sur plainte, puni d'une amende. | ||||||
| La poursuite a lieu d'office si l'auteur agit à réitérées reprises: | ||||||
| contre une personne, notamment un enfant, dont il a la garde ou sur laquelle il a le devoir de veiller; | ||||||
| contre son conjoint durant le mariage ou dans l'année qui suit le divorce; | ||||||
| contre son partenaire durant le partenariat enregistré ou dans l'année qui suit sa dissolution judiciaire; | ||||||
| contre son partenaire hétérosexuel ou homosexuel pour autant qu'ils fassent ménage commun pour une durée indéterminée et que les atteintes soient commises durant cette période ou dans l'année qui suit la séparation. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
sollen.
Répertoire des lois
CP 111
CP 113
CP 117
CP 122
CP 123
CP 125
CP 126
CP 133
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 111 [1] |
||||||
| Quiconque tue une personne intentionnellement est puni d'une peine privative de liberté de cinq ans au moins, en tant que les conditions prévues aux articles suivants ne sont pas réalisées. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 113 [1] |
||||||
| Si l'auteur tue alors qu'il est en proie à une émotion violente que les circonstances rendent excusable, ou qu'il est au moment de l'acte dans un état de profond désarroi, il est puni d'une peine privative de liberté d'un à dix ans. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 117 [1] |
||||||
| Quiconque, par négligence, cause la mort d'une personne est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 122 [1] |
||||||
| Est puni d'une peine privative de liberté d'un à dix ans quiconque, intentionnellement: | ||||||
| blesse une personne de façon à mettre sa vie en danger; | ||||||
| mutile le corps d'une personne, un de ses membres ou un de ses organes importants ou rend ce membre ou cet organe impropre à sa fonction, cause à une personne une incapacité de travail, une infirmité ou une maladie mentale permanentes, ou défigure une personne d'une façon grave et permanente; | ||||||
| fait subir à une personne toute autre atteinte grave à l'intégrité corporelle ou à la santé physique ou mentale. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 123 [1] |
||||||
| Quiconque, intentionnellement, fait subir à une personne une autre atteinte à l'intégrité corporelle ou à la santé est puni sur plainte d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire.Abrogé (2e par.) | ||||||
| L'auteur est poursuivi d'office,s'il fait usage du poison, d'une arme ou d'un objet dangereux,s'il s'en prend à une personne hors d'état de se défendre ou à une personne, notamment à un enfant, dont il a la garde ou sur laquelle il a le devoir de veiller,s'il est le conjoint de la victime et que l'atteinte est commise durant le mariage ou dans l'année qui suit le divorce,s'il est le partenaire enregistré de la victime et que l'atteinte est commise durant le partenariat enregistré ou dans l'année qui suit sa dissolution judiciaire,s'il est le partenaire hétérosexuel ou homosexuel de la victime pour autant qu'ils fassent ménage commun pour une durée indéterminée et que l'atteinte soit commise durant cette période ou dans l'année qui suit la séparation. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 125 [1] |
||||||
| Quiconque, par négligence, fait subir à une personne une atteinte à l'intégrité corporelle ou à la santé est, sur plainte, puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. | ||||||
| Si la lésion est grave, l'auteur est poursuivi d'office. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 126 [1] |
||||||
| Quiconque se livre sur une personne à des voies de fait qui ne causent ni lésion corporelle ni atteinte à la santé est, sur plainte, puni d'une amende. | ||||||
| La poursuite a lieu d'office si l'auteur agit à réitérées reprises: | ||||||
| contre une personne, notamment un enfant, dont il a la garde ou sur laquelle il a le devoir de veiller; | ||||||
| contre son conjoint durant le mariage ou dans l'année qui suit le divorce; | ||||||
| contre son partenaire durant le partenariat enregistré ou dans l'année qui suit sa dissolution judiciaire; | ||||||
| contre son partenaire hétérosexuel ou homosexuel pour autant qu'ils fassent ménage commun pour une durée indéterminée et que les atteintes soient commises durant cette période ou dans l'année qui suit la séparation. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||
|
RS 311.0 CP Code pénal suisse du 21 décembre 1937 Art. 133 [1] |
||||||
| Quiconque prend part à une rixe entraînant la mort d'une personne ou une lésion corporelle est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une peine pécuniaire. | ||||||
| N'est pas punissable quiconque se borne à repousser une attaque, à défendre autrui ou à séparer les combattants. | ||||||
| [1] Nouvelle teneur selon le ch. I 1 de la LF du 17 déc. 2021 sur l'harmonisation des peines, en vigueur depuis le 1er juil. 2023 (RO 2023 259; FF 2018 2889). | ||||||